Augustfehn - Mit fachmännischem Blick inspizierte Harald Heilmann jetzt das Wäldchen im rückwärtigen Bereich der evangelisch-lutherischen Friedenskirche. Dieser Ortstermin war auf Anraten von Küster Andreas Bruns und dem Bauausschuss angesetzt worden. „Bei dem großen Sturm im Herbst sind mehrere Bäume auf ein Grundstück am Friedensweg gefallen, die zum Glück nur geringen Schaden angerichtet haben. Es hätte aber auch anders ausgehen können“, betonte Karl Weber vom Bauausschuss. Bei einer ersten Sichtung seitens Bauausschuss und Küster seien weitere gefährdete Bäume im Abschnitt der Siedlung Friedensweg und Bussardweg aufgefallen. „Wir sind besorgt um die Sicherheit für die Nachbarn“, weist Weber auf die Sicherheit hin.

Ein weiterer Punkt sei, dass nur bei Schaden, der bei normaler Windstärke entsteht, die kirchliche Haftpflichtversicherung greift. Bei Sturmschäden wird auf höhere Gewalt plädiert und dann sei die eigene Versicherung regresspflichtig. „Wenn Eigentümer keine Sturmversicherung haben, kommt keiner für den Schaden auf“, so Weber und man wolle auf jeden Fall die Anwohner in Sicherheit wissen.

Andreas Bruns, der im vergangenen Jahr selber einen Kettensägenlehrgang absolviert hatte, knüpfte die Verbindung zu dem Ocholter Diplom-Forst-Ingenieur Harald Heilmann.

Förster Heilmann begutachtete das Wäldchen nach zwei Kriterien: „Gefährdete Bäume werden partiell mit der Seilwinde gefällt und die normale Durchforstung in Form eines Motorsägenlehrgangs abgewickelt“. Heilmann markierte überwiegend Fichten und Birken, die geschädigt beziehungsweise unterdrückt sind. Die erste Fällaktion mit der Seilwinde könnte bereits in der kommenden Woche anlaufen, wenn der Fuhrpark zur Verfügung steht. Betroffen sind hier etwa zwölf bis 15 Bäume. Die Aktion zur Durchforstung ist für den kommenden Sonnabend, 15. Februar, geplant. „Unser Wäldchen eignet sich ideal für einen Kettensägenlehrgang“, weiß Andreas Bruns. Das Gelände wird entsprechend abgeriegelt. Karl Weber bittet die Bevölkerung zur eigenen Sicherheit die Arbeiten nicht zu stören.

Das Wäldchen ist 1957 zur Zeit des Baus der Friedenskirche mit Wohnhaus auf einem circa einen Hektar großen Moorgebiet entstanden. „Pastor Erich Hennoch hat selbst mit Hand angelegt und Birken aus dem Moor für die Anpflanzung geholt“, weiß Weber. Nach der Fällaktion sollen Teilbereiche neu angepflanzt werden. Dabei solle auch zukünftig das Gelände Naturwald bleiben und kein Nutzwald werden.