Berlin - Geflüchtete Kinder verbringen in Deutschland nach Einschätzung des UN-Kinderhilfswerks zu viel Zeit im Wartestand. In einer Unicef-Studie zur Situation der Flüchtlingskinder heißt es: „Sie warten auf eine Entscheidung über die Asylanträge der Familie, auf den Arztbesuch, Zugang zu Schulen und Kitas und insbesondere auf eine dauerhafte, geeignete Bleibe.“ Dabei wünschten sich geflüchtete Familien „nichts sehnlicher, als neu zu beginnen“, sagte Christian Schneider, Geschäftsführer von Unicef-Deutschland.
Die Autoren der Studie stellten bei der Befragung von hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern von Flüchtlingseinrichtungen fest, dass mehr als jeder fünfte minderjährige Flüchtling länger als sechs Monate in einer Erstaufnahmeeinrichtung wohnen musste.
