Straßburg - Europas Bauern sollen künftig ein knappes Drittel ihrer Zuschüsse für umweltfreundlicheres Arbeiten bekommen. Das hat das Europaparlament am Mittwoch in Straßburg beschlossen. Die Parlamentarier steckten bei der Abstimmung ihre Position für die Verhandlungen mit den EU-Staaten ab. Die ehrgeizigen Ökologisierungs-Pläne von EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos schwächten die Abgeordneten dabei ab.
Das Parlament stimmte dafür, 30 Prozent der Direktzahlungen, die auch in Deutschland den Löwenanteil der Agrarzahlungen ausmachen, an eine grüne Bewirtschaftung der Ackerflächen zu koppeln. Die Bedingungen für diese Zahlungen sind aber weniger strikt, als von der EU-Kommission vorgeschlagen. Die Hauptmaßnahmen – eine Abkehr von Monokulturen und die Beibehaltung von Grünflächen – sollen an die Größe der Betriebe angepasst werden.
Beschlossen haben die Parlamentarier auch Obergrenzen für Zahlungen an die Bauern. So soll kein landwirtschaftlicher Betrieb mehr als 300 000 Euro bekommen. In Deutschland betrifft dies nur etwa 3 500 Betriebe.
