Gemeinde Apen - Ein unbekanntes Gesicht ist der neue Seniorenbeauftragte der Gemeinde Apen mit Sicherheit nicht. Eberhart Hoffmann hat zum 1. November die ehrenamtliche Stelle von Silke Alberts übernommen.
Der 73-Jährige ist seit fast drei Jahren im Vorstand des Seniorenbeirats der Gemeinde aktiv. Für sein neues Amt hat sich der gebürtige Bremer einiges vorgenommen. „Das Wichtigste war die Einrichtung einer offenen Sprechstunde“, erklärt er. Gesagt, getan: Ab sofort können Ratsuchende den Seniorenbeauftragten jeden dritten Donnerstag im Monat in der Zeit von 10 bis 12 Uhr im Bürgerbüro der Gemeinde Apen antreffen.
„Ich will der älteren Generation bei alltäglich wirkenden Dingen zur Seite stehen“, sagt er. Dabei berät der gelernte Versicherungskaufmann die Menschen nicht, die zu ihm kommen, sondern gibt Hilfestellungen, erteilt Ratschläge oder hilft beim Ausfüllen von Unterlagen.
Ratschläge und Hinweise
„Da kann es um den Antrag für das Wohngeld, eine Rentenerhöhung, die richtige Versicherung im Alter oder um die Einrichtung eines Hausnotrufes gehen“, zählt er einige Beispiele auf. „Ich sehe mich selbst als eine Art Hilfeapparat.“
Doch warum hat sich Hoffmann für ein weiteres Amt entschieden? „Seit 2016 bin ich im Vorstand des Seniorenbeirats. Wir veranstalten mehrmals im Jahr Seniorenfrühstücke und unterschiedliche Vorträge, beispielsweise über Demenz“, erzählt er. „Durch die Vorträge machen wir die Menschen auf Umstände aufmerksam“, berichtet Hoffmann weiter. „Der Seniorenbeirat kann leider nicht alles stemmen. Deshalb möchte ich mich um diese Nachfragen kümmern.“ Aus dem Vorstand tritt Hoffmann Anfang 2019 zurück, bleibt aber weiter Mitglied im Beirat. Zukünftig will er auch in Ausschüssen – bei Belangen der Senioren – mitwirken.
Außenbereiche abdecken
Zunächst für zwei Jahre wird der 73-Jährige Senioren und deren Angehörigen zur Seite stehen. In dieser Zeit möchte Hoffmann nicht nur Sprechzeiten im Bürgerbüro abhalten, sondern auch mehr in den Außenbereichen der Gemeinde aktiv werden.
Denn vielen sei es nicht möglich, zu den Sprechzeiten nach Apen zu kommen. „Auch nach einer Sprechstunde sind einige Sachen nicht geklärt. Deshalb mache ich Hausbesuche, um vor Ort helfen zu können“, so der Seniorenbeauftragte. „Wenn das gut angenommen wird, könnte man auch Sprechzeiten in einzelnen Gemeindehäusern anbieten.“
Im nächsten Jahr wird sich Hoffmann in den Ortsbürgervereinen und bei den Jahreshauptversammlung der Gemeinde vorstellen. „Damit auch jeder weiß, wer ich bin“, sagt der neue „Hilfeapparat“ der Gemeinde Apen.
