Hude - „Beim ersten Schnupperabend waren tatsächlich interessierte Bürger da“, freut sich SPD-Vorsitzende Jutta Schröder. Die Sozialdemokraten hatten mit Blick auf die Kommunalwahl 2016 schon Ende 2015 zu einem Infoabend eingeladen, um über die Ratsarbeit ganz allgemein zu informieren – unabhängig von der Parteizugehörigkeit.

Am Mittwoch, 3. Februar, 19.30 Uhr, Klosterschänke, gibt es einen weiteren Infoabend. Dann soll es um Ausschussarbeit gehen. Referent ist Uwe Schubert. Ein öffentlicher Abend, zu dem alle Interessierten willkommen sind.

Am 15. März, sagt Jutta Schröder, soll die Kandidatenliste der SPD aufgestellt werden. Zurzeit gebe es bereits sechs neue Leute, vier weitere seien noch unentschlossen.

Aus der derzeitigen Ratsfraktion hat laut Schröder bereits die Hälfte gesagt, weitermachen zu wollen. Von einigen fehle das endgültige Signal. „Das muss jeder für sich entscheiden“, meint sie.

Jutta Schröder geht davon aus, dass die SPD mindestens 16 Kandidatinnen und Kandidaten präsentiert, vielleicht noch ein paar mehr. Schließlich möchte die SPD wie 2011 mindestens elf Sitze im Rat erringen. Mittlerweile sind es bekanntlich nur noch zehn, weil Hermann Dunkler-Gronwald sein Mandat beim Wechsel zu den Grünen mitnahm.

Auch ansonsten gab es bei der SPD einige Wechsel: Paul Konertz rückte für Wolfgang Hartrampf nach. Ingrid Opitz zog als Nachrückerin für Udo Fruhner in den Rat. Jutta Schröder kam für Fred Hattendorf. Und zuletzt folgte Luciano Leßmann auf Nico Rettcher.

„Hude voran ist das Wichtigste“, sagt Schröder zu den Zielen. Die Attraktivität steigern, damit sich Gewerbebetriebe und junge Familien gerne ansiedeln. „Wir müssen gucken, dass wir gemeinsam vorankommen.“ Dazu gehöre auch Kompromissbereitschaft statt Parteipolitik und der Verzicht auf unendlich lange Diskussionen. „Ich bin eher der praktische Typ“, so Schröder. „Agieren statt reagieren.“

Das SPD-Programm werde in Gruppen erarbeitet. Für Schröder ist wichtig, dass Alt und Jung gleichermaßen im Blickpunkt stehen. Bezahlbarer Wohnraum müsse endlich geschaffen werden. Für die Jugend werde ihrer Ansicht nach zu wenig getan.

Zur Flüchtlingsfrage sagt sie: „Das ist eine Aufgabe, die wir schaffen können.“