Ganderkesee - Die Gemeinde Ganderkesee unterstützt den Landkreis Oldenburg in seinem Bemühen, ein einheitliches Warnsystem für Bürgerinnen und Bürger einzuführen. Die Informationen können einfach über eine App auf dem Smartphone („Biw­app“ – Bürger Info und Warn App) abgerufen werden.

Bei nur einer Gegenstimme sprach sich der Ausschuss für Wirtschaft und Finanzen der Gemeinde am Donnerstagabend dafür aus, die Einführung des Systems zu prüfen. In Delmenhorst sei die „Biwapp“ bereits mit Erfolg eingeführt worden, so Ratsherr Christian Marbach (Fraktion UWG/Marbach). Schulausfälle oder Katastrophenfälle würden von offizieller Seite mitgeteilt. Elke Bothe (Freie Wähler) sprach sich dagegen aus, weil es ausreichend Informationsquellen gäbe.

Weiterhin ging es um eine Nachfolgenutzung des gemeindeeigenen Grundstücks „Am Acker 14“ in Ganderkesee. Bei zwei Gegenstimmen aus den Reihen der Grünen empfahl der Ausschuss, Angebote von Investoren für die gut 400 Quadratmeter große Fläche einzuholen. Die SPD riet, auch die Bau- und Wohnungsgesellschaft GSG ins Boot zu holen. „Die Immobilie hat keinen Wert mehr“, sagte auch Ralf Wessel (CDU). Er riet, mehrere Angebote einzuholen. Ein Erbbaurecht komme nicht in Frage. Das sah auch Marion Daniel (FDP) so. Marbach warnte davor, das Grundstück vorschnell zu veräußern. Im Zusammenhang mit der Unterbringung der Flüchtlinge könnte die Gemeinde eventuell auch selbst Flächen entwickeln. Erster Gemeinderat Rainer Lange sicherte zu, es falle noch keine Vorentscheidung. Sobald Angebote von Investoren vorliegen, könnten Alternativen diskutiert werden.