Ganderkesee - Die Gemeinde Ganderkesee will die Rahmenbedingungen für den Bau von Sozialwohnungen verbessern. Im Rahmen der Bauleitplanung seien bei den jeweiligen Aufstellungsverfahren die entsprechenden Beschlüsse zu fassen, teilte die Verwaltung am Donnerstagabend in der Sitzung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung mit.
Der Ausschuss war sich weitgehend einig mit der Verwaltung, dass vor allem ein Mangel an geeigneten Baugrundstücken herrsche. Nur im Baugebiet an der Schierbroker Straße / Am Randgraben sowie am „Fischerteich“ in Hoykenkamp würden derzeit durch Bauträger Grundstücke angeboten. Für den Bau von Sozialwohnungen seien diese Flächen weitgehend ungeeignet. Mehrfamilienhäuser könnten dagegen (wie berichtet) im neuen Baugebiet „Bargup" in Bookholzberg sowie bei einer möglichen Bebauung der „Köhlerwiese“ im Ortskern von Ganderkesee entstehen. Aus Sicht der Verwaltung werde der Sozialwohnungsbau auf dem Wohnungsmarkt, vor allem im Segment der preisgünstigen Mietwohnungen, kaum für Entspannung sorgen. Auch das akute Problem der Flüchtlingsunterbringung könne durch den Bau von Sozialwohnungen nicht gelöst werden. Ausschussvorsitzender Detlev Diepenbrock (SPD) wies darauf hin, dass jeder Grundstückskäufer selbst Sozialbauten errichten könne.
Der Fachausschuss hatte sich zudem mit einigen landwirtschaftlichen Projekten zu befassen: Das Einvernehmen soll erteilt werden zur Erweiterung einer Biogasanlage um ein zweites Blockheizkraftwerk (BHKW), das ein Landwirt in Strudthafe plant. Dagegen kann das Einvernehmen zum Bauantrag für einen Liegenboxenlaufstall in Schönemoor nicht erteilt werden, weil es sich nach Ansicht der Genehmigungsbehörde nicht um ein privilegiertes Vorhaben handelt. Der Landwirt habe bereits angekündigt, nachbessern zu wollen, berichtete Fachbereichsleiter Peter Meyer. Grünes Licht gab der Fachausschuss für die Errichtung eines Güllehochbehälters in Steinkimmen.
Um den Klimaschutz voranzubringen, sollen energetische Quartierskonzepte für den Kernort Ganderkesee und Bookholzberg erarbeitet werden. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützt die Umsetzung der Konzepte, etwa durch Kredite und Zuschüsse für energieeffizientes Bauen. Das Untersuchungsgebiet für Bookholzberg sollte ursprünglich an der Bahntrasse enden; auf Initiative von Dietmar Mietrach (CDU) wurde es bis zur Nutzhorner Straße erweitert.
