Großenkneten/Ahlhorn - Jahrelang haben die Erweiterung des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums (DBG) in Ahlhorn um eine Oberstufe sowie die Übergabe der Trägerschaft an den Landkreis Oldenburg die Gemeinde Großenkneten in Atem gehalten. Jetzt ist das Happy End zum Greifen nah, und die Erleichterung darüber im Schul- und Sportausschuss war am Donnerstagabend übergroß.
Einstimmig hat der Ausschuss die Vereinbarung zur Rückübertragung der Schulträgerschaft für das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium an den Landkreis Oldenburg empfohlen. „Entgegen vieler Skeptiker: Es kommt so, wie es vorgesehen war“, freute sich Bürgermeister Thorsten Schmidtke sichtlich über die Vereinbarung.
„Dass ich das noch erleben darf“, scherzte Astrid Grotelüschen (CDU) angesichts der Vereinbarung. Schon 2010 hatte der Kneter Rat beschlossen, die Rückübertragung zu beantragen, erinnerte die Ratsfrau an die lange Vorgeschichte. „Der Landkreis bekommt eine tolle Schule. Das DBG hat einen festen Platz in der Schullandschaft.“ Die „Sektkorken“ wollte die Christdemokratin erst am 15. März knallen lassen, denn: „Der Kreistag entscheidet.“ Da sich die Kreis-Fraktionen im Sommer 2015 eindeutig zur Übernahme der Trägerschaft festgelegt haben, gilt die Zustimmung als sicher.
Die „Metamorphose von einem Rumpfgymnasium zum Juwel“ bejubelte FDP-Fraktionschefin Imke Haake. Schüler, Eltern, Lehrer, Gemeinde und Kreis: „Alle haben ihre Hausaufgaben gemacht“, freute sie sich. Der zweite Abiturjahrgang sei gerade in der Vorbereitung, der Erweiterungsbau stehe an. „Das Gymnasium ist ein wichtiger Standortfaktor.“ Gut sei, dass das Verfahren vor der Kommunalwahl zum Abschluss komme. Das gebe Sicherheit vor der Wahl im Herbst.
Axel Janßen (Kommunale Alternative) hob hervor, dass beim DBG alle an einem Strang gezogen hätten. „Die Vereinbarung ist ausgewogen, die Lasten sind angemessen verteilt“, lobte er. „Die Sache ist es wert gewesen“, zeigte er sich zufrieden. Henrik Abeln (Unabhängige) sah es genauso. Er erinnerte daran, dass die Gemeinde Großenkneten in Vorleistung gegangen sei. Künftig seien „Kostenerleichterungen“ für die Gemeinde zu erwarten.
Kerstin Johannes (SPD) schloss sich den Aussagen der Vorredner an. Sie erinnerte an die mitunter heftigen Diskussionen der „vielen, vielen Jahre“. Jetzt sei sie guten Mutes, dass die Vereinbarung im Kreis durchkomme. Ausschussvorsitzender Rudolf Wübbeler sprach von einem runden Ergebnis: „Wir können die unendliche Geschichte abschließen.“
