Großenkneten/Ahlhorn - Beim Thema Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium (DBG) in Ahlhorn ging jüngst ein Aufatmen durch Rat und Verwaltung der Gemeinde Großenkneten, als das klare Signal aus dem Kreis-Schulausschuss kam: Der Fahrplan gilt. Danach soll zum Schuljahr 2017/18 der Wechsel der Schulträgerschaft (und damit der finanziellen Verpflichtungen) an den Landkreis Oldenburg erfolgen.
Im selben Komplex wie das DBG befindet sich die Oberschule Graf-von-Zeppelin-Schule. Wer vermutet, auch hier könnte die Gemeinde eine Abgabe der Schulträgerschaft für erstrebenswert halten, liegt völlig falsch. Das Gegenteil ist aber der Fall. Eine Übernahme der Schulträgerschaft für die Graf-von-Zeppelin-Schule durch den Kreis wird kategorisch abgelehnt. Das hat der Rat einstimmig in seiner jüngsten Sitzung beschlossen.
Allein Gedankenspiele auf Kreisebene, auch den Sekundarbereich I zu übernehmen, hatten die Kneter FDP hellhörig werden lassen. Sie formulierte den Antrag, die eventuelle Übernahme der Sekundarstufe I klar abzulehnen. „Warum etwas ändern, wenn es gut läuft“, brachte Imke Haake die FDP-Position auf den Punkt. So sahen es auch alle anderen Fraktionen.
Die Kommunale Alternative, vertreten durch Uwe Behrens, wies darauf hin, dass das finanzielle Argument an sich gleichermaßen für Oberschule und Gymnasium gelte. Maßgeblich für die KA sei aber die Aussage von Eltern und Lehrern gewesen, dass sie sich keinen besseren Schulträger als die Gemeinde vorstellen könnten. Vor diesem Hintergrund unterstützte auch die KA den Antrag. Die Unabhängigen meinten, dass der FDP-Antrag „ohne Not“ gestellt worden sei, so Henrik Abeln. Sie enthielten sich daher der Stimme.
Die Gemeinde hat die Graf-von-Zeppelin-Schule für rund 12,4 Millionen Euro saniert. „Die Schule ist sachlich und baulich bestens ausgestattet“, so die Verwaltung. Durch die energetische Sanierung sei das Gebäude „praktisch“ in einen neuwertigen Zustand gebracht worden. Daher sah auch Bürgermeister Thorsten Schmidtke keinen Grund, über einen Wechsel der Trägerschaft nachzudenken.
