Wardenburg - Die Kostenaufteilung zwischen Landkreis und Gemeinde zur Umgestaltung der Ortsdurchfahrt in Hundsmühlen ist beschlossene Sache. Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung die Vereinbarung einstimmig abgesegnet. Damit endet ein jahrelanges hartes Ringen darüber, wer was bezahlt. Die Planungen begannen bereits 2009. Nach der Einigung steht das Planfeststellungsverfahren an.

Auf einer Strecke von 1,8 Kilometern soll die Hunold-straße umgebaut werden – inklusive Nebenanlagen und Kanalisation. Die Kosten liegen bei 3,97 Millionen Euro. Die Gemeinde Wardenburg übernimmt davon etwa 801 000 Euro. Dazu gehört auch eine Ampelanlage am Knotenpunkt Hunoldstraße/Diedrich-Dannemann-Straße. Zudem soll eine Querungshilfe auf Höhe des Huntewegs eingerichtet werden. Die Kosten dafür trägt die Gemeinde. Für die Gemeinde können sich die Kosten dank diverser Fördermöglichkeiten noch verringern.

In der gleichen Ratssitzung wurde zudem über einen Betriebskostenzuschuss für „Ein Weidenkörbchen für Kinder“, Träger einer Kindertagesstätte in Hundsmühlen, abgestimmt. Der Zuschuss wurde mit 21 Ja-Stimmen, drei Nein-Stimmen und vier Enthaltungen abgelehnt. Ratsherr Eckhardt Hildebrandt (Freie Wählergemeinschaft) warf den anderen Ratsmitgliedern eine Vorfestlegung auf die Awo als Träger einer Einrichtung in Hundsmühlen vor.

Sein Antrag, die Angelegenheit in den Sozialausschuss zurückzugeben, um sie dort noch einmal ausführlich zu diskutieren, wurde mit 19 Nein-Stimmen abgelehnt.

Außerdem wurde eine weitere Ausnahme vom städtebaulichen Vertrag zugelassen. Sie betrifft das Baugebiet am Iburgsweg und wurde von den Ratsmitgliedern einstimmig angenommen.

Des Weiteren wurde eine Mitgliedschaft im Energienetzwerk Nordwest vom Rat abgelehnt, sowie die Änderung des Flächennutzungsplans Achtern Busch/Korsorsstraße, Achternmeer und die Erweiterung des Bebauungsplans Nr. 45 (Achtern Busch/Korsorsstraße, Achternmeer) verabschiedet.