Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Kindergarten Gemeinde will bei Betrieb helfen

Melanie Hanz

Wangerooge - Ein Abriss des evangelischen Kindergartens an der Jadestraße kommt für Wangerooges Gemeinderat und Verwaltung nicht in Frage. Das stellten die Mitglieder des Schul- und Sozialausschusses in der Sitzung am Dienstag klar. Das Gebäude sei nicht in einem so desolaten Zustand, dass ein Abriss und Verkauf des Grundstücks gerechtfertigt wäre, so die Meinung der Ratsmitglieder. Zudem habe die Insel-Gemeinde schon zu viel Geld in das Gebäude investiert.

Wie berichtet, hatte Wangerooges Pastor Günther Raschen angekündigt, dass die ev. Gemeinde den Kindergarten abstoßen wolle. Ein Grund ist, dass das Gebäude – es gehört der Kirche – sanierungsbedürftig ist und die Kirchengemeinde die Kosten nicht aufbringen kann. Ein weiterer Grund ist, dass es beim Personal offenbar hakt. Kindergartenleiter Benjamin Vincent will seine Stelle zum 30. Juni 2016 aufgeben, wegen Ausfällen sei die Personalsituation auch aktuell nicht befriedigend.

Gebäude erhalten

„Wir wollen den Kindergarten natürlich erhalten, und zwar im bestehenden Gebäude“, sagte Bürgermeister Dirk Lindner auf Nachfrage der NWZ . Allerdings sei die Gemeinde zurzeit nicht in der Position, eine Entscheidung zur Zukunft des Kindergartens und zur Übernahme der Trägerschaft zu treffen: Dazu müssen zunächst der ev. Gemeindekirchenrat selbst und ebenso der Oberkirchenrat in Oldenburg deutlich machen, wie sie sich die Zukunft der Einrichtung vorstellen.

Die Gemeindepolitik schlägt vor, die Trägerschaft über den Kindergarten gemeinsam zu übernehmen: Die Kirche stellt wie bisher Gebäude und Grundstück, die Gemeinde übernimmt das Personal – den Löwenanteil der Kosten finanziert die Gemeinde ohnehin bereits jetzt. „Nur war es bisher so, dass wir zwar die Kosten getragen, aber kein Mitspracherecht beim Kindergarten-Haushaltsplan hatten“, erklärte Lindner.

Übernähme die Gemeinde das Personal, könnten natürlich auch nichtkonfessionelle Erzieherinnen eingestellt werden. Die kirchliche Orientierung solle der Kindergarten allerdings behalten, so Lindner.

Klare Position gefordert

Voraussetzung für weitere Gespräche sei nun neben einer klaren Position der Kirche zur Zukunft des Kindergartens, dass die Personalsituation geklärt werde, betonte Lindner. Er habe zugesagt, dass die Gemeinde den Betrieb unterstützt und den dringend notwendigen Sicherheitscheck der Spielgeräte übernimmt. Zudem sei die Gemeinde bereit, die Gebäudesanierung finanziell zu unterstützen.

„Wir sind gesprächsbereit, aber dafür müssen nun auch Informationen fließen“, betonte der Bürgermeister.

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Kommentar
Der ehemalige US-Präsident Donald Trump verlässt den Gerichtsaal des Strafgerichts in Manhattan

URTEIL GEGEN DONALD TRUMP Ein vorbestrafter Präsident?

Fridemann Diederichs Büro Berlin
Die Unfallstelle: Am Bahnübergang Liethe erinnerten ein Holzkreuz und Grablichter an das tragische Unglück, bei dem ein 52-jähriger Rasteder ums Leben kam.

NACH TÖDLICHEM BAHNUNFALL IN RASTEDE Anklage erhoben gegen Bahnsicherungsposten

Frank Jacob
Rastede
Klaus-Peter Wolf

KOLUMNE Romanfigur Rupert rettet Leben

Klaus-Peter Wolf
Ostfriesland
Auf dem früheren Real-Gelände in Norden soll ein Edeka-Markt entstehen. Dafür wird das frühere Real-Gebäude zum Teil abgerissen.

BEBAUUNGSPLAN IN ABSTIMMUNG Edeka-Neubau in Norden verzögert sich erneut um Monate

Aike Sebastian Ruhr
Norden
Völlig zerstört: Die Aufnahme aus dem Jahr 1986 zeigt die   St. Georgen Kirche, dahinter die Wallgärten (Kuhweide)- und die Wohnblöcke vom Friedenshof .

KIRCHE ST. GEORGEN VOR ABRISS GERETTET Oldenburg und das Wunder von Wismar

Thomas Husmann
Oldenburg