Varel - Seit 125 Jahren gibt es den Tag der Arbeit und noch immer viel Handlungsbedarf für die Gewerkschaften. Das war der Tenor bei der zentralen Kundgebung zum 1. Mai bei der Weberei in Varel. Eingeladen hatte der Deutsche Gewerkschaftsbund.

Kreisverbandsvorsitzender Lothar Bredemeyer hatte eine kleine Diskussionsrunde mit Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies, Frieslands Landrat Sven Ambrosy und Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner organisiert. Thema Nummer eins war die geplante Fusion der Krankenhäuser Varel und Sanderbusch. „Kein Mitarbeiter wird seine Arbeit verlieren“, sagte Ambrosy und gab eine Standortgarantie.

Von Olaf Lies erfuhren die zahlreichen Besucher, dass er auch als Minister immer noch Gewerkschafter ist: „Im Herzen bleibe ich Gewerkschafter.“ Eines seiner Ziele sei die Stärkung von Sozialpartnerschaften mit starken Gewerkschaften und starken Arbeitgeberverbänden.

Hauptredner der Maikundgebung war Stefan Strömer, Bezirksvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Weser-Ems. Er forderte „Arbeit zu fairen Löhnen und eine sichere Rente, die zum Leben reicht“. Die Einführung des Mindestlohns sei ein richtiger Schritt gewesen, jetzt seien Verbesserungen bei der Rente dringend nötig.

Weiter forderte Strömer, dass der Minijob versicherungspflichtig wird sowie gleichen Lohn für gleiche Arbeit und eine bessere Bezahlung der Erzieher: „Es wird viel verlangt in diesem Beruf und schlecht bezahlt.“

Neben den Reden gab es bei der Kundgebung viele Informationen von den Einzelgewerkschaften und vom Sozialverband sowie Musik der Band „2, 3 oder 4“.

Traute Börjes-Meinardus
Traute Börjes-Meinardus Redaktion Varel