In der Bürgerversammlung zum Projekt „Kulturpavillon“ am 26. September keimte die Hoffnung auf, das Miteinander wiederzufinden. In der Ratssitzung zwei Tage später gab es den so wichtigen Versuch einiger Ratsmitglieder – vielen Dank und großen Respekt besonders an Thore Güldner dafür –, mit dem Antrag der Grünen einen erneuten Einstieg in die Diskussion zum Wohle aller zu ermöglichen. Es wäre das große Signal der Kommunalpolitik gewesen, welches alle Bürger Dötlingens gebraucht hätten.
Von der Mehrheit des Rates (insbesondere aus der CDU und der SPD) wurde das jedoch schlichtweg abgelehnt. Man hat die anwesenden Bürger in dieser öffentlichen Sitzung sogar wörtlich als „Gegner“ bezeichnet! Das offenbart auf erschreckende Weise, wie die Wählerinnen und Wähler von einigen Ratsmitgliedern gesehen werden. Da ist mir schlichtweg die Luft zum Atmen weggeblieben, man wollte nur noch raus aus dem Sitzungssaal.
Nur zur Erinnerung: Das Kommunalverfassungsgesetz als Grundlage für die Ratsarbeit gibt den Ratsmitgliedern nur eine einzige Pflicht, die „Rücksicht auf das öffentliche Wohl“. Dazu bestand leider bei der Mehrheit des Rates in dieser Sitzung wohl keine Bereitschaft.
Liebe Ratsmitglieder, dieses Dötlingen ist ein tolles Dorf mit großartigen Menschen, die nicht immer einer Meinung sind. Aber wir sind in der Lage, daraus gemeinsam unglaublich gute Lösungen zu entwickeln. Lassen Sie sich die Zeit, machen Sie mit, hören Sie sich alle Argumente an, diskutieren Sie offen und ehrlich mit allen und helfen Sie, die beste Lösung für alle Dötlinger zu finden.
