Gerald Hennenhöfer findet es etwas ehrenrührig, wenn er von bestimmter Seite als „Chef-Lobbyist“ der Atombranche bezeichnet wird. Er ist der Mann, der nun den Sicherheits-Check für alle 17 deutschen Atomkraftwerke organisieren muss. Zuvor war er für die Atomindustrie tätig und auf dieser Seite auch an der Aushandlung des rot-grünen Atomausstiegs im Jahr 2000/2001 beteiligt. In diesen Tagen ist er intern ein gefragter Mann, am Mittwoch begleitete er Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) in den Umweltausschuss. Öffentlich tritt er ansonsten kaum in Erscheinung. Die Opposition hält den Abteilungsleiter für Reaktorsicherheit im Umweltministerium für den falschen Mann. Hennenhöfer hatte schon von 1994 bis 1998 unter Umweltministerin Merkel die Aufgabe als Reaktoraufseher, bevor er zum Energieunternehmen Viag wechselte, das 2000 mit Veba zu Eon fusionierte.