Landwirtschaft ist eine Zukunftsbranche – das war stets das Credo des langjährigen Bauernpräsidenten Gerd Sonnleitner. Jetzt will er selbst zurück auf die Scholle – und wieder ganz Bauer sein. Beim Deutschen Bauerntag in Fürstenfeldbruck stellt sich der 63-Jährige nicht mehr zur Wahl. Er wolle nun zu seiner Familie zurückkehren und seinen hundert Hektar großen Hof im niederbayerischen Ruhstorf bewirtschaften.

Sonnleitner, 1997 zum Nachfolger von Constantin Freiherr von Heereman gewählt, war der vierte Präsident des Deutschen Bauernverbandes seit der Gründung des Verbandes 1948. Sonnleitners Betrieb im Landkreis Passau, der seit 800 Jahren in Familienbesitz ist, führen derzeit seine Frau und sein Sohn. „Ich freue mich, wenn ich wieder das tun kann, was ich von Kindheit an machen wollte.“ Er strebe keine politischen Ämter mehr an, so Sonnleitner.