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NWZonline.de Nachrichten Politik

Gerhardts Abschied auf Raten

08.04.2006

Angela und Franz – das neue Traumpaar, so spottete FDP-Chef Guido Westerwelle unlängst im Bundestag über die Spitzen der Großen Koalition, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Vizekanzler Franz Müntefering (SPD). Dass die schwarz-rote Harmonie noch nicht alle Abgeordneten von Union und SPD durchdrungen hat, zeigt folgendes Beispiel: Aus Oppositionskreisen wurde kolportiert, der CDU-Abgeordnete Christian Freiherr von Stetten (Künzelsau) habe seinen Fraktionschef Volker Kauder schriftlich darum gebeten, ihn von der „Präsenzpflicht“ bei Parlamentsdebatten zu befreien. Als Begründung soll der 35-jährige von Stetten sinngemäß angegeben haben, immer wenn ein FDP-Kollege im Plenum rede, wolle er eigentlich Beifall klatschen, dürfe aber nicht. Und immer wenn ein Mitglied der SPD-Fraktion rede, müsse er applaudieren, könne aber nicht. Damit komme er nicht klar. Seine Korrespondenz mit Kauder sei nicht für die Presse bestimmt, erklärte von

Stetten auf Nachfrage. Daher wolle er das Gerücht nicht kommentieren. Allerdings, so der Finanzpolitiker weiter, habe er tatsächlich Probleme damit, den Redebeiträgen der roten Koalitionspartner stets beizupflichten.

Abschied auf Raten: FDP-Fraktionschef Wolfgang Gerhardt durfte sich in dieser Woche einiger warmer Worte seiner Fraktionskollegen erfreuen. Der Hesse leitete am Dienstag letztmals die Sitzung der Liberalen. Im Wonnemonat Mai soll verabredungsgemäß FDP-Chef Guido Westerwelle die Fraktionsführung übernehmen. Gerhardts dienstältester Stellvertreter, Rainer Brüderle, ergriff deshalb Gelegenheit sowie Wort und würdigte Gerhardts Wirken über die vergangenen siebeneinhalb Jahre. Er sei immer fair mit den Kollegen umgegangen, abweichende Meinungen habe er stets respektiert und nie zum Anlass für persönliche Angriffe genommen. Dafür danke ihm die Fraktion herzlich. Langweilig dürfte es Gerhardt aber nicht werden, denn ein neuer Posten ist ihm seit gestern sicher. Ein 29-köpfiges Stiftungskuratorium wählte ihn in Potsdam mit großer Mehrheit zum Chef der parteinahen Friedrich-Naumann-Stiftung. Gerhardt übernimmt das Amt am 1. Mai von Ex-Wirtschaftsminister Otto Graf Lambsdorff, der elf Jahre lang die Stiftung geführt hat. Gerhardt kündigte nach seiner Wahl an, dass er dem nächsten Bundestag nicht mehr angehören wolle.

Rein zufällig trafen sich der Wilhelmshavener Oberbürgermeister Eberhard Menzel (SPD) und sein Berliner Amtskollege Klaus Wowereit vor dem Brandenburger Tor. Nachdem Menzel erklärt hatte, dass er in der Hauptstadt den Marinestandort Wilhelmshaven vertreten habe, hob sein Parteifreund stolz hervor, dass auch „seine“ Stadt über eine Flotte verfüge: Allerdings nur eine weiße Flotte, die die Spree mit Ausflugsfahrten bereedere.

Olaf Reichert

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