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Gertz wählt donnernden Abgang

Bernhard Gertz (63), scheidender Vorsitzender des Deutschen Bundeswehrverbandes, hat sich am Donnerstag einen donnernden Abgang gegönnt. Bei seiner letzten Berliner Pressekonferenz vor seinem Ausscheiden aus dem Amt am 3. Dezember geizte der meinungsfreudige Luftwaffenoberst nicht mit Kraftausdrücken. So warf er etwa der bayerischen Staatsregierung vor, die Soldaten im Afghanistaneinsatz „zu verraten“, weil sich der Freistaat seit 2002 beharrlich weigere, Polizeiausbilder an den Hindukusch zu entsenden. Und den Streit um die Einsatzbefugnisse deutscher Kriegsschiffe bei der Piratenbekämpfung vor Somalia nannte der 63-Jährige „absolut irreal“. Offenbar gebe es in einigen Ministerien Juristen, denen die Probleme der Soldaten vor Ort „am Allerwertesten vorbei“ gingen.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat nicht alle Jugendträume verwirklichen können. „Die Träume, die wir als junge Leute bei unseren Urlauben mit dem VW-Bus in Frankreich geträumt haben, handelten vor allem von einem freien Leben, fern von disziplinierter Arbeit“, berichtete der SPD-Kanzlerkandidat in dieser Woche. Seine ersten Berufswünsche seien Sportjournalist oder Architekt gewesen, entschieden habe er sich dann aber für ein „klassisches Brotstudium wie Jura“. Seine Kindheit verbrachte Steinmeier in der westfälischen Provinz „zwischen Sportplatz, Kuhwiese und Buchenwald“.

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) ist auch in Gelddingen ein Konservativer. Der Berater bei seiner Volksbank, wo er all sein Geld habe, würde vermutlich sagen: „Der Schäuble ist ein angenehmer Kunde, weil er überhaupt nicht nervös ist“, sagte der Minister in einem Interview. Er wisse gar nicht so genau, welche Aktien er im Depot habe. Unlängst habe er nachgefragt, ob er VW-Aktien habe, was der Bankberater verneint habe. Als er 1961 bei der Sparkasse gearbeitet habe, gab es einen Mitarbeiter, der VW-Aktien auf dem Höchststand gekauft habe. Das sei ihm eine Lehre gewesen, sagte Schäuble. Er sei auch noch nie in einem Spielcasino gewesen und spiele höchstens beim Skat um Geld.Olaf Reichert

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