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Gesundheitsgespräche machen viele krank

Das Thema „Gesundheit“ war bei den Koalitionsverhandlungen zwischen CDU, CSU und FDP in Berlin nicht nur einer der Knackpunkte, sondern sorgte auch für reichlich Gesprächsstoff und Spekulationen. Zunächst meldete sich CSU-Chef Horst Seehofer mit einer Grippe für drei Tage ab, ließ sich sogar in einem Krankenhaus behandeln. Dann folgte am Dienstag Guido Westerwelle, der schnell die FDP-Fraktionssitzung eröffnete, sich anschließend aber mit einer Erkältung ins Bett legte. Nicht anstecken von ihren beiden Dauergesprächspartnern ließ sich hingegen Kanzlerin Angela Merkel. Ihr Gesundheitszustand wirkte stets robust.

Über den künftigen Kurs der Gesundheitspolitik wurde in den letzten Wochen in Berlin immer in der Niedersächsischen Landesvertretung gestritten. Hier saßen sich u. a. die beiden Niedersachsen Ursula von der Leyen (CDU) und Philipp Rösler (FDP) gegenüber. Gelegentlich soll es dort recht laut zugegangen sein.

An diesem Freitagabend nimmt die Lautstärke dort allerdings noch zu. Unter dem Motto „Jazz in den Ministergärten“ übernehmen in den dort angesiedelten sieben Landesvertretungen die Musiker den Ton. Bei den Niedersachsen spielt die Sebastian Schunke Group aus Hannover auf.

Saarlands Ministerpräsident Peter Müller (CDU), bald Chef einer sogenannten Jamaika-Koalition, hat noch nie einen Joint geraucht. Er sei ein überzeugter Nichtraucher und habe noch in seinem ganzen Leben keine Zigarette geraucht, erzählte Müller. „Und ich habe nicht vor, daran etwas zu ändern“, fügte der 54-Jährige hinzu.

Linksfraktionschef Gregor Gysi hält zu Hause die Fahnen seiner Partei hoch. Seine Frau Andrea, die 2002 wegen des Linksrucks aus der damaligen PDS ausgetreten war, ist noch nicht wieder Mitglied bei der Linken geworden, wie Gysi sagte. Sie habe 2005 mal einen Tag darüber nachgedacht, als sie empört gewesen sei, weil Parteichef Lothar Bisky nicht zum Vizepräsidenten des Bundestags gewählt worden sei. Auch die beiden Söhne Gysis sind nicht Mitglieder der Linken, obwohl der Vater nichts dagegen hätte, „wenn sie drin wären“. „Aber sie entscheiden das alle ganz frei“, betonte der Fraktionschef.

Der SPD-Politiker Klaus von Dohnanyi schwärmt auch nach dem Ende der Großen Koalition in Berlin weiter für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). „Sie ist ehrlich, klug und entschlossen“, lobte der 71-Jährige jetzt im Magazin „Cicero“. Merkel sei „eine Frau, die weiß, was sie will, und die mehr an dem Handwerk der Politik als an der Macht interessiert ist. Sie will gestalten. Wenn sie das nicht mehr könnte, würde sie gehen, und es würde sie sogar kaum betrüben“, ist sich der frühere Hamburger Bürgermeister gewiss.

Norbert Wahn

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