Potsdam - Die Gewerkschaften haben zum Auftakt der zweiten Tarifverhandlungsrunde für den Öffentlichen Dienst der Länder ein ernsthaftes Angebot verlangt – ansonsten drohen Warnstreiks.
„Verdi“-Chef Frank Bsirske sagte am Montag in Potsdam, grundsätzlich strebe man eine Einigung am Verhandlungstisch an. Es gebe aber auch andere Möglichkeiten. Der Verhandlungsführer des Beamtenbundes (dbb), Willi Russ, wurde deutlicher. Wenn die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) weiter mauere, „reagieren die Beschäftigten in den kommenden Tagen überall in Deutschland mit Warnstreiks“.
Der TdL-Verhandlungsführer, Niedersachsens Finanzminister Peter-Jürgen Schneider (SPD), sagte zu der Drohungen: „Tarifverhandlungen haben ein Drehbuch.“ Er machte deutlich, dass die Gewerkschaftsforderung von insgesamt sechs Prozent mehr Lohn viel zu hoch sei. In der zweiten Runde müssten nun zunächst die einzelnen Forderungen definiert werden, die „unter dem Dach“ der sechs Prozent zusammengefasst seien.
