Butteldorf - „Bei der Feuerwehr sind nur zwei Dinge freiwillig – der Eintritt und der Austritt. Was dazwischen liegt, ist Pflicht“, stellte am Freitagabend Stefan Wilken von der Altenhuntorfer Feuerwehr klar. Was der Ortswehr im Jahr 2014 an Pflichten auferlegt wurde, brachte Ortsbrandmeister Ralf Heinemann auf der Jahreshauptversammlung im Butteldorfer Feuerwehrhaus in Erinnerung.
In seinem sehr persönlich gehaltenen Jahresbericht verzeichnete er insgesamt 3480 Dienst- und Einsatzstunden. Darunter auch ein Hilfeleistungseinsatz im April auf einem Fahrradweg. Die Wehr war gerufen worden, weil ein nicht allzu großer Ast den Weg versperrte. Ralf Heinemann: „Vor Jahren hätte ein Rad- oder Autofahrer den Ast wohl selber beiseite gelegt, aber der Mensch an sich ist wohl doch eine Spur zu gemütlich geworden.“
Eher ungemütlich wurde es für die Einsatzkräfte, als in einer Aprilnacht der Dachstuhl eines Stallgebäudes in Moorhausen in Brand geriet. 80 Einsatzkräfte der Elsflether und Ohmsteder Wehren waren mit 13 Fahrzeugen vor Ort. Durch das schnelle Handeln der Einsatzkräfte habe man einen Großbrand und den Verlust des benachbarten, aber unbewohnten Gebäudes verhindern können, so Heinemann. Nicht zu retten war dagegen wenige Tage vor Weihnachten ein brennendes Haus in Dalsper, aber in letzter Minute war es Ralf Heinemann und dem Bardenflether Ortsbrandmeister Klaus Speckels gelungen, durch das Aufhebeln einer Tür den Familienhund zu retten.
Weiter sprach Heinemann in seinem Bericht die Personalsituation der Feuerwehren an: „Es wird höchste Zeit, in die Zukunft zu schauen. Unser Ass im Ärmel ist die Jugendfeuerwehr, man muss sich aber fragen, wie lange wir diesen Trumpf noch haben.“ In der „Männerdomäne und Frauen freien Zone Feuerwehr Altenhuntorf“ könne man sich jetzt sogar Frauen als einsatzkräftige Kameradinnen vorstellen, fügte Stefan Wilken hinzu.
Ihre Anerkennung der geleisteten Arbeit zollten den Wehrmitgliedern Elsfleths Bürgermeisterin Traute von der Kammer, der Feuerwehrausschussvorsitzende Volker Osterloh, MdL Horst Kortlang (FDP) und Stadtbrandmeister Jürgen Zech. Zum Thema „Nachwuchswerbung“ sagte die Bürgermeisterin: „Es ist an der Zeit, dass die Stadt und alle Wehren sich gemeinsam an einen runden Tisch setzen, um eine Strategie zu erarbeiten.“ Stadtbrandmeister Jürgen Zech beförderte die Kameraden Klaas Wester zum Hauptfeuerwehrmann und Sönke Heineke zum 1. Hauptfeuerwehrmann.
Die Ortswehr Altenhuntorf zählt derzeit 36 aktive Kameraden und 16 Mitglieder in der Altersabteilung. Das Durchschnittsalter liegt bei 37,3 Jahren.
