• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Politik

Glaeseker unter Druck von Wulff

18.01.2014

Hannover Bei den umstrittenen Politpartys von Niedersachsen und Baden-Württemberg („Nord-Süd-Dialog“) stand der ehemalige niedersächsische Regierungssprecher Olaf Glaeseker offenbar unter dem Druck des damaligen Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU). Das bestätigte der frühere Staatskanzleichef Lothar Hagebölling im Bestechungsprozess gegen Glaeseker und den Partymanager Manfred Schmidt.

„Die Veranstaltung war von hoher Priorität für den Ministerpräsidenten. Es gab Druck, dass es gelingen sollte. Unter diesem Druck hat sicher Herr Glaeseker gestanden“, sagte Hagebölling am Freitag als Zeuge vor dem Landgericht Hannover aus.

Glaeseker muss sich wegen angeblicher Bestechlichkeit verantworten. Ihm wird vorgeworfen, er habe sich zwischen 2007 und 2009 vom Partyveranstalter Manfred Schmidt mit Urlaubsreisen und Freiflügen bestechen lassen. Im Gegenzug soll er als Staatssekretär in der niedersächsischen Staatskanzlei bei der Suche nach Sponsoren für die Partys geholfen haben.

Sowohl Niedersachsen als auch Baden-Württemberg wollten mit der Promiparty für fast 1000 Gäste die Beziehung der Länder aufpolieren, die durch Konflikte zwischen Porsche und VW kräftige Kratzer bekommen hatte. Aber genauso sei „von Anfang an klargewesen, dass die Veranstaltung von Schmidt selbst zu finanzieren war“, der die Idee gehabt habe, betonte Hagebölling, der mit Sponsorensuche nichts zu tun hatte. Aber auch er habe „unausgesprochen gespürt, dass die Veranstaltung gelingen muss“.

Gunars Reichenbachs
Chefkorrespondent
Redaktion Hannover
Tel:
0511/1612315

Weitere Nachrichten:

Nord-Süd-Dialog | CDU | Landgericht Hannover | Porsche | VW

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.