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NWZonline.de Nachrichten Politik

Kein Zeichen von Schwäche

16.07.2019

Görlitz Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich bei einem Besuch in Sachsen am Montag in bester Verfassung präsentiert. Für ein paar Stunden besuchte sie am Nachmittag zunächst den Standort von Siemens in Görlitz. Die Kanzlerin erschien im royalblauen Blazer und grauer Hose und besichtigte im Beisein von Siemens-Chef Joe Kaeser und Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) mehrere Stationen der Dampfturbinen-Fertigung.

Ein paar Stunden später wurde Merkel von Anhängern des islamfeindlichen Pegida-Bündnisses in Dresden allerdings ausgepfiffen und ausgebuht. Etwa 50 Leute schrien „Hau ab“ und „Merkel muss weg“. Pegida-Anführer Lutz Bachmann hatte dafür eigens eine Spontandemonstration in der Nähe des Albertinums angemeldet, wo Merkel am Abend Teilnehmerin eines Netzwerktreffens von Frauen war. Merkel zeigte sich von dem Empfang unbeeindruckt.

Über den Gesundheitszustand der Kanzlerin war seit Wochen spekuliert worden, nachdem sie bei drei öffentlichen Auftritten im Stehen stark gezittert hatte. Zuletzt absolvierte sie die Begrüßung der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen teilweise im Sitzen. Beide Frauen nahmen bei dem Treffen vergangene Woche während der Nationalhymnen auf Stühlen Platz – ein einmaliger Vorgang.

Im Gegensatz zum Empfang in Dresden war die Stimmung zuvor in Görlitz positiv. Denn Siemens hatte am Montag Positives zu vermelden. Der Konzern will mit dem Land Sachsen und der Fraunhofer-Gesellschaft auf seinem Görlitzer Werksgelände einen Innovationscampus entwickeln. High-Tech-Firmen, Start-ups und Forschungsinstitute sollen sich dort ansiedeln. Nach den Worten von Siemens-Chef Kaeser geht es nun darum, sich auf die Zeit nach der Kohle vorzubereiten. Man habe viel über Strukturwandel gesprochen, jetzt sei es an der Zeit, zu handeln: „Wir haben keinen Planeten B“, sagte der Manager. Einen Seitenhieb auf die AfD gab es auch: Die Investition sei ein Signal an diejenigen, „die Ängste und Sorgen der Menschen für ihre Zielen nutzen“, sagte Kaeser. Mit der Investition schaffe man „wirkliche Alternativen“.

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