Goldenstedt/Hannover - „Politische Willkür“ unterstellt Heinrich Dierkes, Schweinemäster in Goldenstedt und Vorsitzender der Interessengemeinschaft der Schweinehalter in Damme, den Politikern in Hannover. Wer der Schlachtindustrie mit überzogenen Corona-Gegenmaßnahmen eins auswischen wolle, treffe die Schweinehalter. Für den Reformationstag, 31. Oktober, fordern diese daher eine Sondergenehmigung zum Schlachten. Aufgrund geringerer Kapazitäten in den Schlachthöfen stauen sich bei vielen Landwirten aktuell die Schweine. Das SPD-geführte Sozialministerium sperrt sich gegen eine Ausnahme. Nach Meinung von Juristen könnte das CDU-geführte Agrarministerium per Erlass diesen „Notstand“ lösen, um die Engpässe bei der Schlachtung nicht zu einem sich „ständig verschärfenden Problem mit dem Tierschutz“ werden zu lassen. Im Nachbarland Nordrhein-Westfalen war das Schlachten am „Tag der Einheit“ erlaubt.