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NWZonline.de Nachrichten Politik

Mobilität: Sind auf deutschen Straßen mehr Rüpel unterwegs?

31.01.2020

Goslar Auf Deutschlands Straßen sind nach dem Empfinden vieler Autofahrer immer mehr Rüpel unterwegs. In einer im Herbst 2019 veröffentlichten Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach beklagten 90 Prozent der befragten Verkehrsteilnehmer eine zunehmende Aggressivität im Straßenverkehr.

Jetzt befasst sich der 58. Deutsche Verkehrsgerichtstag (VGT) mit diesem Thema. Er wurde am Donnerstag in der historischen Kaiserpfalz in Goslar vom neuen Präsidenten Ansgar Staudinger offiziell eröffnet. Es sind wieder knapp 2000 Verkehrsexperten zusammengekommen, um über aktuelle Themen des Verkehrs und des Verkehrsrechts zu diskutieren. Diesmal geht es unter anderem um die künftige Ausbildung von Fahranfängern sowie um die Rolle von E-Scootern für die künftige Mobilität der Gesellschaft. Außerdem wollen die Experten eben auch die Gründe für Aggressivität ausloten und nach Lösungen suchen.

„Nach den Erkenntnissen der Polizei sind aggressive Verhaltensweisen in den letzten Jahren häufiger geworden“, sagt Julia Fohmann vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR). „Vor allem Männer und Fahrende höherklassiger Fahrzeuge fallen in diesem Zusammenhang negativ auf.“ Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat vor allem junge männliche Verkehrsteilnehmer als Aggressoren ausgemacht.

Objektive Kriterien für eine Zunahme der Aggressivität gibt es nach Darstellung der Bundesanstalt für Straßenwesen allerdings nicht. Und der Leiter der Unfallforschung der Versicherer, Siegfried Brockmann, sagt: „Aggression wird subjektiv empfunden und ist deshalb nicht in Zahlen zu fassen.“ Ähnlich sieht man es beim ADAC. Aber: „Die Gefahr eskalierender Konflikte steigt mit der zunehmenden Zahl an Verkehrsteilnehmern“, sagt der Vizepräsident Verkehr, Gerhard Hillebrand.

Erforderlich sind nach Ansicht des DVR eine gezielte Verkehrsüberwachung und eine konsequente und spürbare Sanktionierung aggressiver Fahrer. Zur Eindämmung der Aggressivität sollten zudem die Bußgelder erhöht und der Punktekatalog verschärft werden, verlangt der Auto Club Europa (ACE). Die beste Lösung wäre allerdings eine andere, meint Sprecher Sören Heinze: Gegen Aggressivität im Straßenverkehr helfe vor allem mehr Ruhe, Rücksichtnahme, Empathie, Vorsicht und Aufmerksamkeit.

Der Verkehrsgerichtstag endet traditionsgemäß mit Empfehlungen an den Gesetzgeber für Neuregelungen.

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