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NWZonline.de Nachrichten Politik

Menge skandiert „Schickt sie zurück!“

19.07.2019

Greenville US-Präsident Donald Trump hat eine Wahlkampfveranstaltung zu neuen Beleidigungen und Attacken gegen die Demokratin Ilhan Omar und drei ihrer Parteikolleginnen genutzt – und seine Anhänger damit zu Hasstiraden angestachelt. „Schickt sie zurück!“, rief die Menge am Mittwochabend (Ortszeit) in Greenville (North Carolina). Die Szene sorgte für scharfe Kritik an dem Republikaner.

Trump erklärte bei seinem Auftritt, die vier Frauen würden beim Aufstieg einer militanten Linken helfen. „Heute Abend habe ich einen Vorschlag für die hasserfüllten Extremisten, die ständig versuchen, unser Land herunterzuputzen. Sie haben niemals etwas Gutes zu sagen. Darum sage ich: ,Hey, wenn ihr es nicht mögt, lasst sie gehen, lasst sie gehen!‘“, rief er der Menge zu.

Der Präsident nahm sich in der Rede jede der Frauen einzeln vor und attackierte dabei Omar ganz besonders, die als Kind mit ihrer Familie aus Somalia in die USA geflüchtet war. Er brachte eine ganze Liste mit Beschwerden gegen sie vor, darunter auch die falsche Behauptung, sie habe sich mit Stolz über das Terrornetzwerk Al-Kaida geäußert. Er warf der 37-jährigen Muslimin auch vor, sich mehrfach antisemitisch geäußert zu haben. Das Publikum skandierte daraufhin: „Schickt sie zurück!“

Trump hatte die vier Frauen in den vergangenen Tagen mehrfach aufgefordert, in ihre vermeintlichen Heimatländer zurückzugehen. Die Demokraten warfen ihm daraufhin Rassismus vor. Die vier Politikerinnen sind allesamt US-Staatsbürgerinnen mit Migrationshintergrund: Alexandria Ocasio-Cortez ist puerto-ricanischer Abstammung, geboren in New York; Rashida Tlaib ist Tochter palästinensischer Einwanderer, geboren in Detroit; Ayanna Pressley ist Afroamerikanerin, geboren in Chicago. Omar kam zwar in Somalia auf die Welt, wurde aber schon als Jugendliche eingebürgert.

Die Szene von Trumps Wahlkampfveranstaltung löste bei vielen Entsetzen aus. Das American Jewish Committee (AJC) schrieb auf Twitter: „Dieser entsetzliche Sprechchor macht Amerika nicht großartig. Er erinnert uns vielmehr auf unheimliche Weise an eine dunkle Zeit in der Geschichte unserer Nation.“ Die demokratische Senatorin und Präsidentschaftsbewerberin Kamala Harris erklärte, der Vorfall sei bösartig, feige, fremdenfeindlich, rassistisch und ziehe das Präsidentenamt in den Schmutz

Am Donnerstag versuchte Trump, sich zu distanzieren: „Ich fühlte mich ein bisschen schlecht deswegen“, erklärte er und behauptete: „Ich stimme da übrigens nicht mit überein.“

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