Jever - Jeweils zehn Mitglieder der friesischen Sektionen Nord (Schleswig Holstein), Ost (Oldenburger Land und Ostfriesland) und West (Niederlande) haben sich am Freitag in Jever zur Sitzung des Interfriesischen Rates – Ynterfryske Rie getroffen. Der Interfriesische Rat versteht sich als Interessensvertretung der Friesen in Deutschland und den Niederlanden mit dem Ziel, Sprache und Kultur, Sitten und Gebräuche der Friesen zu erhalten.
„Wir sind als Volksgruppe über Landesgrenzen hinweg in Europa schon etwas besonderes“, sagte Ilse Johanna Christiansen von der Sektion Nord. Allerdings gibt es je nach Land Unterschiede in der Anerkennung: Während die Bundesrepublik, die Niederlande und die EU die Friesen als Minderheit anerkennen und sowohl in den Niederlanden als auch in Schleswig-Holstein besondere Gesetze zum Schutz und Erhalt der friesischen Sprache bestehen, haben die Friesen in Niedersachsen keinen besonderen Status. „Wir wollen in Niedersachsen ebenfalls als besondere Volksgruppe oder Minderheit anerkannt werden“, meint deshalb Arn Ulrichs von der Sektion Ost: Nur dann kann nämlich staatliche Unterstützung etwa für Kulturarbeit fließen.
Laut Gelkje Schotanus hat das Friesische in den Niederlanden ein sehr gutes Image – und das wird auch für Marketingzwecke genutzt.
