Berlin - Eine Großspende von Hauptaktionären des Autobauers BMW an die CDU kurz nach der Bundestagswahl hat Vorwürfe der Opposition ausgelöst. Am 9. Oktober gingen insgesamt 690 000 Euro von der Unternehmerin Johanna Quandt und ihren Kindern Stefan Quandt und Susanne Klatten ein, wie auf der Internetseite des Bundestags ausgewiesen wird.

SPD, Linke und Grüne kritisierten die Spenden, die zeitlich mit dem Eintreten der Bundesregierung gegen strengere CO 2 -Vorgaben für Autos in der EU zusammengefallen seien. Grünen-Fraktionsvize Bärbel Höhn sagte: „Die Frage steht schon im Raum, ob es sich bei der Großspende um einen Zufall handelt.“ Die CDU und die Familie Quandt wiesen die Vorwürfe zurück.

Im Streit um CO 2 -Grenzwerte für Autos hatten sich die EU- Staaten am Montag in Luxemburg auf deutschen Druck vertagt. Nun soll in den kommenden Wochen ein Kompromiss ausgelotet werden.

Aus der CDU-Zentrale hieß es, die Spenden stünden in keinerlei Zusammenhang mit einzelnen politischen Entscheidungen.