Dötlingen - Ein leidiges Thema: Hundekot auf Bürgersteigen und öffentlichen Grünflächen. 2012 startete die Gemeinde Dötlingen einen Pilotversuch mit Hundekotstationen. Da hängen die Tüten griffbereit, können mit den Hinterlassenschaften des Vierbeiners gefüllt und in die Abfallkörbe geworfen werden. Das klappte so gut, dass weitere zwölf Stationen installiert wurden. Wenn es nach Bündnis 90/Die Grünen geht, soll dieses System jetzt noch weiter ausgebaut und „vernetzt“ werden.

Ein entsprechender Antrag der Grünen lag am Dienstagabend im Umwelt- und Energieausschuss vor. Sarah Orth hatte ihn für die Fraktion formuliert. Im Antrag heißt es: „Da Hunde die einzigen Tiere sind, für die eine Steuer gezahlt wird und auf der Marke steht ,Ich halte meine Gemeinde sauber’, kann die Gemeinde unserer Meinung nach ruhigen Gewissens das Geld in die Sauberhaltung in diesem Bereich investieren.“ Es sollten weitere Hundetoiletten in den Dörfern aufgestellt werden, „bestenfalls an allen Wegen mit befestigtem Bürgersteig innerorts“. Dabei solle der Abstand der Eimer nicht zu weit seien, „da ansonsten viele die vollen Tüten nicht mehr mitnehmen“.

Angesichts der Kürze der Zeit habe die Verwaltung den Antrag noch nicht weiter aufarbeiten können, so Bürgermeister Ralf Spille. Die Einschätzung der Nutzung der Stationen stammte daher von Mai 2014. Danach wurden die Hunde-WCs besonders im Dorf Dötlingen kaum genutzt. Nur an drei Standorten (Brettorf, Stedinger Weg/Bareler Weg und Bahnübergang/Genossenschaft) sowie in Neerstedt (Kirchweg) wurden die Kotbeutel häufig entnommen. Und nur bei der Müllabfuhr in Brettorf waren die Abfallsäcke häufig gefüllt. In Neerstedt waren sie an vier Stationen stets mittelmäßig gefüllt, in Aschenstedt fast ebenso und in Dötlingen mit Abstand am wenigsten.

Angesichts von neun Stationen, die wenig oder gar nicht genutzt werden, wollte CDU-Ratsfrau Beate Wilke lieber über die sinnvollere Verteilung der vorhandenen Stationen nachdenken. Claus Plate (FDP) meinte, das man zunächst neuere Zahlen brauche, um dann das Thema weiter zu beobachten. Bei Bedarf für Verlegung oder Neuaufstellung von Stationen sollten sich Bürger im Rathaus melden, regte er an. Eine Empfehlung zu dem Grünen-Antrag gab es nicht.

Die Kosten für ein neues Hunde-WC belaufen sich auf 450 Euro. Aktuell ordert die Gemeinden pro Jahr 30 000 Tüten an, wofür sie 400 Euro ausgibt.