Edewecht - Die Edewechter Grünen haben sich auf ihrer Dezember-Sitzung viel für das neue Jahr vorgenommen. Angeregt diskutierte der Ortsverband über zahlreiche aktuelle Themen.
„Mit Bestürzung nehmen wir wahr, wie viel gezielte Desinformation es von Seiten der Land- und Baumschulwirtschaft zum Landesraumordnungsprogramm gibt“, so Grünen Fraktionsvorsitzender Uwe Heiderich-Willmer. Für ihn sei klar, dass dieses Thema nicht vom Tisch ist. Es würde viel Aufklärung bedürfen, um gegen die jetzt vorgefassten Meinungen durchzudringen und die einseitige Kampagne zu widerlegen. „Wir werden uns gleich im neuen Jahr dieser Herausforderung stellen“, sagte er.
In der Diskussion um den gesetzlichen Mindestlohn spielt die Region eine besondere Rolle. Als Beispiel nennt der Edewechter Ortsverband der Grünen die teilweise „katastrophalen Arbeitsbedingungen“ in der Fleischindustrie. Auch hierzu plane die Partei einen Themenabend, kündigte er an.
Die Wintermonate bedeuteten auch immer einen hohen Verlust an Bäumen. Zur Sicherung der Straßen und aufgrund der jährlichen Neubesetzung der Försterstelle im Wildenloh sei auch in diesem Jahr nichts Gutes zu erwarten, hieß es auf der Sitzung. Der Ortsverband der Grünen wolle ein wachsames Auge darauf haben.
Die Gemeinde Edewecht habe sich ein Motto und eine Strategie für die Zukunft gegeben. Dieses „Gemeinsam nachhaltig wohnen und wirtschaften“ halten die Edewechter Grünen jedoch für „etwas blutleer“. Das Leben in der Gemeinde und vor allem die politischen Entscheidungen solle in ein punktebasiertes Schema gepresst werden, kritisiert die Partei. Politische Handlungsfelder würden zu gewichteten Produkten verkommen. „Das ist intellektuell schwer zu fassen und erinnert mich an hermetische Seminare an der Uni. So stellen wir uns gelebte Politik nicht vor!“ Hergen Erhardt meint daher: „Es reicht nicht, sich verwaltungsseits eine Consulting Firma einzukaufen, die uns das Denken vor Ort abnimmt. Mag sein, dass wir damit nicht stromlinienförmig sind, aber wir wünschen uns eine themen- und und projektbezogene Politik und nicht das ‚Abarbeiten‘ vorgegebener Entwicklungszahlen.“
Schließlich ging es noch um ein Schulthema. Es gebe in Edewecht immer noch den Beschluss, eine Integrierte Gesamtschule (IGS) einzurichten, falls die gesetzlichen Rahmenbedingungen es zulassen, erinnerte der Grünen-Ortsverband. „Vielleicht wirbeln wir damit Staub auf und treten manchem auf die Füße, wenn wir dieses Thema erneut auf die politische Bühne bringen, aber dafür sind wir schließlich gewählt“, so Hergen Erhardt.
