GRüPPENBüHREN - Auch ein Präsident kann mal irren: Kaum hatte Heino Brackhahn die Grüppenbührener Schützen und ihre Gäste am Sonntagabend „hier in Kühlingen“ begrüßt, bekam der Chef des Ganderkeseer Schützenbundes sogleich Nachhilfe in Heimatkunde: „Wir sind hier in Grüppenbühren, Kühlingen ist ein Ortsteil – mehr nicht“, erklärten Volker Bleydorn, Vorsitzender des Schützenvereins Grüppenbühren, und sein Sportleiter Werner Bremermann.
Im weiteren Verlauf der Proklamation verlor indes auch Bleydorn selber die Orientierung, als er die neuen Majestäten und Adjutanten geografisch einzuordnen versuchte – „ich lass’ das jetzt lieber“, erkannte er nach einer verbalen Irrfahrt zwischen den verschiedenen Ortsteilen.
Nicht in Grüppenbühren ansässig ist jedenfalls der neue Schützenkönig, deshalb muss fürs nächste Jahr noch ein Ort für den Empfang gesucht werden. Bernd Drücker wird ihn gewiss finden: Mit 50,1 Ringen setzte er sich vor Vizekönig Ingo Hammler (49,5) sowie den Adjutanten Kim Haren (49) und Volker Bleydorn (48,5) durch. „Er wollte schon immer gerne König werden“, sagte der Vorsitzende. Jetzt ist er es also.
Bei den Damen sicherte sich Carmen Decker (48,4) die Königswürde, gefolgt von der noch gesperrten Vizekönigin Daniela Kossen (51,3) sowie den Adjutantinnen Britta Moritzer (47,9) und Gitta Bleydorn (46,9). Alterskönigin wurde Hildegard Busch, der Karl-Heinz Güttler und Meike Coldewey zur Seite stehen.
Die Grüppenbührener Junioren werden im kommenden Schützenjahr angeführt von König Sebastian Weete sowie seinen Adjutanten Ronja Heineke und Steffen Hemmelskamp. Die neue Jugendkönigin heißt Franziska Hische, die sich vor Katja Hammler und Dominik Decker durchsetzte.
Bei den Schülern gewann Carsten Jüchter das Königsschießen vor Maraike Alfs und Dustin Decker. Und die neue Kindermajestät heißt Kevin Kossen, dem Sara Alfs und Jonas Fleischer zur Seite stehen. Schließlich wurde noch der Vogelkönig ermittelt: Timon Schütte heißt der Sieger.
Zuvor hatten die Grüppenbührener zwei Tage lang nach Kräften gefeiert, wobei neben der gut besuchten Grübü-Fete vor allem der Empfang beim scheidenden König Kim Haren in Erinnerung bleiben wird. Volker Bleydorn war besonders beeindruckt von der Ausschmückung durch die Nachbarn: „Die Ehrenpforte leuchtet sogar im Dunkeln“.
