Westerstede - Ein offenes Ohr für die Wünsche und Sorgen der Mitarbeiter des Westersteder Finanzamtes hatte am Montag Niedersachsens Finanzminister Peter-Jürgen Schneider (SPD). Es war die dritte Behörde, die der Politiker seit Amtsantritt besuchte. Insgesamt 57 befinden sich in seinem Zuständigkeitsbereich, hinzu kommen sechs weitere für Großbetriebe und vier für Fahndung und Strafsachen.
Das persönliche Gespräch sei ihm wichtig, um sich ein ungefiltertes Meinungsbild einzuholen, aber auch, um die Arbeit vor Ort anzuerkennen, erklärte Schneider. Gerade die Finanzämter seien die entscheidende Schlüsselstelle für Einnahmen, ohne die der Staat nicht handeln könne. Steuergerechtigkeit und Steuerehrlichkeit hätten daher oberste Priorität.
An einen intensiven Austausch mit Finanzamtsleitung und Personalrat schloss sich ein Rundgang durch die Behörde an. Dabei zeigte sich der Gast aus Hannover vom Infothek-Konzept beeindruckt. Wie Amtsleiter Jörg Ricklefs erläuterte, sei dieses Modell nicht nur bürgerfreundlich, sondern biete auch vom internen Arbeitsablauf her immense Vorteile. In dem rund 230 Quadratmeter großen Service-Center werden die Anliegen jedes Steuerbürgers behandelt, ohne dass dieser das Büro des für ihn zuständigen Finanzbeamten erst suchen muss. Für vertrauliche Gespräche gibt es abgeschirmte Räumlichkeiten. „Es wird alles persönlich besprochen und sofort erledigt. Das schafft Zufriedenheit“, betonte Ricklefs, der auch von zurückgehenden Einspruchszahlen berichtete.
Wie bei dem Besuch ebenfalls deutlich wurde, wird in der rund 200 Mitarbeiter großen Behörde, die für den gesamten Landkreis zuständig ist, auch die Ausbildung groß geschrieben. Zwölf Anwärterinnen und Anwärter sind aktuell dort beschäftigt.
