(...) Was ich (...) in der Sitzung erlebt habe, hat mich sehr erschrocken und auch nachdenklich gemacht. Ich frage mich seitdem die ganze Zeit, warum Abgeordnete, die ja von den Wählerinnen und Wählern der Gemeinde Rastede einen Auftrag bekommen haben, nicht einmal das Parteibuch „aus der Hand legen“ können.
Es ging um eine Schule in ihrer Gemeinde, es ging in dieser Resolution nicht darum, das geplante Schulgesetz zu stoppen – was aus Rasteder Sicht ja auch gar nicht möglich ist. Aber ich hätte mir schon gewünscht, dass man den Eltern, deren Kinder auf diese Schule gehen, und Lehrern ein Zeichen gibt. Aber stattdessen wurde gleich die Richtung zur Landespolitik eingeschlagen, ein Wort gab das andere.
Es ging um Inklusion im Allgemeinen, um Chancengleichheit usw. Dabei ging es in der Resolution nur um „die eine Schule“. Es sollte ein Zeichen von Rastede nach Hannover gesendet werden. (...) Dass das geht, zeigen doch andere Gemeinde- und Kreisräte. Man braucht gar nicht so weit zu gucken: Im Landkreis Oldenburg und auch im Münsterland, da geht das!
(...) Eltern, so wie wir, sind dankbar, dass es Schulen wie die Schule am Voßbarg gibt. Es ist ja nicht so, dass wir es nicht auf einer Regelschule versucht haben. Aber es gibt tatsächlich Kinder, denen nicht mit einer zweistündigen Förderung in der Woche für die gesamte Klasse geholfen ist. (...)
Für mich steht nach dieser Sitzung (...) fest, dass es kein Wunder ist, dass sich immer mehr Menschen von der Politik abwenden. (...)
