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NWZonline.de Nachrichten Politik

Täter wollte Synagoge stürmen

10.10.2019

Halle /Saale Bei Angriffen mitten in Halle/Saale sind vor einer Synagoge und in einem Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen worden. Die jüdische Gemeinde entging unmittelbar vorher womöglich einer Katastrophe. Ein Täter mit Stahlhelm und Stiefeln versuchte Mittwochmittag, die Synagoge mit Waffengewalt zu stürmen, scheiterte jedoch. In dem Gotteshaus feierten 70 bis 80 Menschen den höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur.

Aus Sicherheitskreisen hieß es am Abend, alles deute auf einen Einzeltäter hin. Die Polizei meldete die Festnahme eines Verdächtigen. Er soll die Tat gefilmt und das Video in sozialen Netzwerken hochgeladen haben.

„Wir müssen davon ausgehen, dass es sich zumindest um einen antisemitischen Angriff handelt“, sagte Innenminister Horst Seehofer (CSU) am Abend. Nach Informationen aus Sicherheitskreisen handelte es sich bei dem Täter mutmaßlich um einen 27-Jährigen aus Sachsen-Anhalt. Es sei davon auszugehen, dass Stephan B. deutscher Staatsangehöriger sei.

Bei dem Angriff auf die Synagoge legte der Täter offenbar auch selbstgebastelte Sprengsätze vor dem Gotteshaus ab. Augenzeugen berichten, dass mehrere Schüsse gefallen seien. Ein weibliches Opfer wurde vor der Synagoge tödlich getroffen. Außerdem habe es einen männlichen Toten im oder an einem Döner-Imbiss gegeben.

Die Polizei erhöhte nach dem Anschlag ihre Präsenz vor jüdischen Einrichtungen in ganz Deutschland.

Die jüdische Gemeinde in Oldenburg wollte sich mit Hinweis auf den höchsten jüdischen Feiertag, Jom Kippur, nicht zu dem Anschlag äußern. Auch vor der Oldenburger Synagoge an der Leo-Trepp-Straße standen am Mittwoch Polizeiautos. Die Polizeidirektion Oldenburg hatte die Sicherheitsmaßnahmen vor jüdischen Einrichtungen vorsorglich erhöht und fuhr unter anderem an der Synagoge und am jüdischen Friedhof verstärkt Streife. „Uns liegen aktuell jedoch keine Hinweise auf eine Gefährdung vor“, so Polizei-Pressesprecher Christopher Deeken. Polizisten würden die Gebäude bewachen – wie lange, ist noch ungewiss.

Nils Coordes Redakteur / Newsdesk
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