HAMBURG/BERLIN - HAMBURG/BERLIN/DPA - Die Vertrauensfrage des ehemaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder (SPD) war nach Aussage von Vizekanzler Franz Müntefering (SPD) keine Idee von Schröders Ehefrau Doris. Das Thema sei nur von Schröder und ihm selbst bis unmittelbar vor der NRW-Landtagswahl im Mai 2005 erörtert worden, sagte Müntefering am Montag als Zeuge im Berliner Kammergericht. Die Richter verhandelten über den Rechtsstreit zwischen Doris Schröder-Köpf und dem Magazin „Stern“, das ihr die Idee zugeschrieben hatte.
Die SPD hatte die wichtige Landtagswahl verloren und Schröder daraufhin mit einer verlorenen Vertrauensfrage im Bundestag eine Bundestagsneuwahl herbeigeführt. In dem Verfahren geht es darum, wer die Idee zur Vertrauensfrage hatte. Schröder-Köpf hatte gegen die Darstellung des „Stern“ geklagt und in erster Instanz vom Hamburger Landgericht Recht bekommen. Müntefering wurde nun im Berufungsverfahren befragt. Das Urteil soll am 13. Februar verkündet werden.
