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NWZonline.de Nachrichten Politik

Havarie: Umweltminister kritisiert Bericht zur „MSC Zoe“

26.06.2020

Hamburg /Borkum Mehr als 17 Monate nach der Havarie der „MSC Zoe“, bei der im Januar 2019 in der Nordsee 342 Container über Bord gegangen waren, hat die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) am Donnerstag in Hamburg den Abschlussbericht vorgelegt.

Das umfangreiche Werk ist ein Kompromiss. In der entscheidenden Frage, ob große Containerschiffe als Konsequenz aus der Havarie grundsätzlich zur Nutzung der küstenfernen Tiefwasserroute gezwungen werden sollten, konnten sich holländische und deutsche Experten nicht einigen. Die BSU sehe keine hinreichenden Anhaltspunkte, dass der Unfall im nördlichen Tiefwasserweg nicht passiert wäre, heißt es. So bleibt es bei einer vagen Empfehlung an die zuständigen Stellen, zu prüfen, ob die küstennahe Alternative für sehr große Schiffe weiterhin in Betracht komme.

Unstrittig ist, dass der Unfall gezeigt hat, dass die geltenden Vorschriften zur Ladungssicherung für riesige Containerschiffe wie die „MSC Zoe“ nicht ausreichen. Diese Schiffe hätten eine so große Stabilität, dass sie sich nach einer Wellenbewegung ruckartig wieder aufrichten, heißt es in dem Bericht. Den dabei auftretenden Fliehkräften sind die derzeitigen Befestigungssysteme schlicht nicht gewachsen. An Bord der „MSC Zoe“ wurden sie regelrecht zerfetzt.

Niedersachsens Umweltminister Lies zeigte sich „überrascht“ von den Schlussfolgerungen der Gutachter. Die intensiv beschriebenen Lösungsansätze zum Laschen und zur Schiffskonstruktion würden nur auf lange Sicht funktionieren, kritisiert Lies. Mit Blick auf die bereits in einigen Monaten wieder drohenden Herbststürme müsse jedoch die Sicherheit für die Küste die höchste Priorität haben.

Die notwendige kurzfristige Lösung dafür liege auf der Hand, so Lies: „Wir müssen sicherstellen, dass wie auch bei Tankern und bei Schiffen, die schädliche flüssige Stoffe befördern, auch die großen Containerschiffe eine küstenfernere Route nehmen müssen.“ Hier gehe die Sicherheit vor der Frage einer kürzen Anbindung der Seehäfen.

Jörg Jung Redakteur / Regionalredaktion
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