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NWZonline.de Nachrichten Politik

Stichwahl zwischen Merz und AKK um CDU-Vorsitz

07.12.2018

Hamburg Im Machtkampf um die Nachfolge von Kanzlerin Angela Merkel als CDU-Vorsitzende kommt es auf dem CDU-Parteitag in Hamburg zu einer Stichwahl. Im ersten Wahlgang bekam am Freitag keiner der drei prominenten Kandidaten, Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer, Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz und Gesundheitsminister Jens Spahn, die erforderliche Mehrheit. Nun gehen Kramp-Karrenbauer und Merz in eine Stichwahl.

Kramp-Karrenbauer erhielt 450 der 999 abgegebenen, gültigen Stimmen, Merz 392 und Spahn 157. Nötig war die Mehrheit von 500 Stimmen.

Liveblog vom Showdown in Hamburg

Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Entscheidung

Wer kandidiert?

Drei Kandidaten sind bisher offiziell vorgeschlagen worden - sie haben die besten Chancen. Dies sind die derzeitige Generalsekretärin und frühere saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (56), der frühere Unions-Fraktionschef Friedrich Merz (63) und Gesundheitsminister Jens Spahn (38).

Daneben hatten laut CDU weitere 14 Mitglieder ihre Bereitschaft zu einer Kandidatur angemeldet - wie viele von ihnen mittlerweile ihr Vorhaben zu den Akten gelegt haben, war zuletzt unklar. Nach den Statuten müssten sie allerdings für eine Kandidatur auf dem Parteitag förmlich von mindestens einem Delegierten vorgeschlagen werden.

In der Partei wird damit gerechnet, dass zumindest der hessische Unternehmer Andreas Ritzenhoff zur Wahl vorgeschlagen wird. Wie viele Kandidaten es am Ende tatsächlich gibt, ist allerdings noch offen. Der Parteitag muss am Freitag zunächst darüber bestimmen, bis zu welchem Zeitpunkt keine weiteren Wahlvorschläge abgegeben werden dürfen.

Wer entscheidet?

Insgesamt 1001 Delegierte des Bundesparteitags. 1000 Delegierte werden laut CDU-Statut von den Landesverbänden, den Kreis-, Bezirks- oder Landesparteitagen gewählt. Dazu kommt ein Delegierter des Auslandsverbandes in Brüssel. Die CDU hat 17 Landes-, 27 Bezirks- und 327 Kreisverbände. Von den 1000 Delegierten der Landesverbände werden 200 im Verhältnis der bei der jüngsten Bundestagswahl für die einzelnen CDU-Landeslisten abgegebenen Zweitstimmen, 800 im Verhältnis der Mitgliederzahlen der Landesverbände entsandt.

Die mit Abstand meisten Delegierten kommen aus Nordrhein-Westfalen. Der Bundesparteitag beschließt über die Grundlinien der Politik der CDU und und das Parteiprogramm. Die Delegierten wählen außerdem die stellvertretenden Parteivorsitzenden, das Präsidium und den Bundesvorstand - darunter die oder den Vorsitzenden.

Wie wird gewählt?

Die Wahl des neuen Parteichefs oder der neuen Parteivorsitzenden ist laut Statut geheim und erfolgt durch Stimmzettel. Gewonnen hat, wer die absolute Mehrheit der gültigen abgegebenen Stimmen erhält. Falls im ersten Wahlgang kein Kandidat eine absolute Mehrheit bekommt, entscheidet in einem zweiten Wahlgang eine Stichwahl zwischen den beiden höchstplatzierten Kandidaten. Stimmenthaltungen und ungültige Stimmen zählen für die Ermittlung der Mehrheit nicht mit.

Weitere Nachrichten:

CDU | CDU-Parteitag | Bundestagswahl

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