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NWZonline.de Nachrichten Politik

Mit Katamaran zurück über den Atlantik

14.11.2019

Hampton /Madrid Weniger als drei Wochen vor Beginn der nach Madrid verlegten Weltklimakonferenz hat sich Klimaaktivistin Greta Thunberg mit einem Katamaran auf die Rückreise nach Europa gemacht. „Wir segeln nach Hause“, schrieb die 16-jährige Schwedin am Mittwoch auf Twitter und Instagram zu einem Foto, das die Aussicht von dem Katamaran „La Vagabonde“ aufs Wasser zeigte. Aus ihrem Umfeld wurde bestätigt, dass die „Vagabonde“ mit Greta Thunberg an Bord den Hafen von Hampton im US-Staat Virginia verlassen habe.

Damit beginnt für die junge Schwedin der zweite Transatlantik-Törn innerhalb weniger Monate. Ob sie nach gut zweieinhalb Monaten in Amerika pünktlich zum Start der Klimakonferenz in Madrid sein wird, ist jedoch unsicher.

Das australische Youtuber-Paar Riley Whitelum und Elayna Carausu, das auf der „Vagabonde“ um die Welt reist, sowie die englische Profi-Skipperin Nikki Henderson sollen Thunberg zurück über den Ozean bringen. An Bord werden sich zudem der elf Monate alte Sohn von Whitelum und Carausu, Lenny, sowie Thunbergs Vater Svante befinden. Svante Thunberg war bereits im August dabei gewesen, als seine Tochter vom Oldenburger Segelprofi Boris Herrmann und dessen monegassischem Co-Skipper Pierre Casiraghi von England aus über den Großen Teich nach New York gebracht worden war.

Grund für Thunbergs erneute Segelreise ist die Verlegung der Weltklimakonferenz von Chile nach Spanien. Eigentlich sollte die Konferenz in Santiago de Chile stattfinden – sie war einer der Hauptgründe dafür gewesen, weshalb Thunberg im August überhaupt per Hochsee-Segeljacht über den Atlantik nach Amerika gereist war. Chile sagte die Konferenz aber wegen der heftigen sozialen Proteste im Land ab, Spanien sprang daraufhin als Gastgeber ein. Das Spitzentreffen soll nun vom 2. Dezember an in Madrid abgehalten werden.

Thunberg, die wegen der hohen CO2-Emissionen aufs Fliegen verzichtet, hatte nach der Verlegung per Twitter nach einer kurzfristigen Mitfahrgelegenheit gesucht. Darauf hatte sich auch das australische Paar bei ihr gemeldet.

Leicht werde der Törn nicht, sagte Whitelum dem australischen Radiosender ABC. „Der Nordatlantik ist zu dieser Jahreszeit ziemlich heimtückisch“, warnte er. Zudem drängt die Zeit: Während Thunbergs Hinfahrt zwei Wochen gedauert hatte, dürften es mit dem Katamaran einige Tage mehr werden. Bis zum Konferenzbeginn sind es ab Mittwoch noch 19 Tage gewesen.

Thunberg sieht der Zeit auf dem Ozean trotzdem zuversichtlich entgegen. „Das ist eine tolle Gelegenheit, und ich bin extrem dankbar für das Privileg, solche Dinge zu erleben“, erklärte sie.

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