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NWZonline.de Nachrichten Politik

MOBILFUNK: Handyhersteller Nokia bleibt unter Druck

28.01.2008

DüSSELDORF Gegen den Handyhersteller Nokia sind am Wochenende neue Vorwürfe erhoben worden. Angeblich hat der Konzern gegen Subventionsauflagen für das jetzt zur Schließung vorgesehene Werk in Bochum verstoßen. Die bisherige Prüfung habe ergeben, dass zwischen 200 und 400 Arbeitsplätze zu wenig geschaffen worden seien, sagte ein Sprecher von Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU).

Der vollständige Bericht der landeseigenen NRW-Bank soll in den nächsten Tagen vorliegen. Dann werde darüber entschieden, ob und wie die Landesregierung daraus Konsequenzen ziehe.

Der Nokia-Vorstands-Chef Olli-Pekka Kallasvuo kommt an diesem Montag nach Deutschland. Ein Sprecher von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) bestätigte dies. Rüttgers hat offenbar das Ziel, die Produktion teils im Lande zu halten.

Auch die Staatsanwaltschaft prüft den Subventionsfall Nokia. „Wir sind verpflichtet, solchen Dingen nachzugehen“, sagte ein Sprecher in Bochum.

Unterdessen warf Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) Nokia vor, in Bochum ein „Doppelspiel“ betrieben zu haben. „In Bochum wurden mit den Mitarbeitern Zukunftspläne gemacht und in Rumänien in Wahrheit neue Fakten geschaffen“, sagte der Vizekanzler. Dafür habe er kein Verständnis. Bei einer Betriebsversammlung in Bochum bekräftigten die Nokia-Arbeiter am Sonntag ihre Kampfbereitschaft. „Der Stern von Nokia ist massiv angekratzt und verbeult“, sagte Betriebsratschefin Gisela Achenbach.

Boykott-Aufrufe häufen sich. Einer Umfrage des Magazins „Stern“ nach wollen sich 56 Prozent der Deutschen an einem möglichen Nokia-Boykott beteiligen. Die Bonner Stadtverwaltung will aus Solidarität mit den Beschäftigten die Nokia-Handys gegen Mobiltelefone anderer Marken tauschen. Gleich 400 Nokia-Mobiltelefone wollen die Bonner Stadtwerke eintauschen.

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