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NWZonline.de Nachrichten Politik

Landwirte sollen Innovationsgeist zeigen

13.06.2019

Hannover Es sind Menschen wie Niklas Bruns, die für eine zukunftsweisende Landwirtschaft stehen. Bruns stammt vom Biolandhof Butendiek. Der Familienbetrieb in der Wesermarsch gehört neben Höfen aus Belgien, Frankreich, Irland, Italien, den Niederlanden, Polen und Schweden zu den Siegern eines internationalen Grünland-Wettbewerbs, die am Mittwoch in Hannover für ihren vorbildlichen Innovationsgeist ausgezeichnet wurden. Seit 1987 vermarktet der Betrieb mit 210 Hektar Grünland und 180 Kühen eigene Käseprodukte in Bio-Qualität. Mithilfe einer eigenen Trocknungsanlage wird Heu als Grundfutter produziert.

„Solche Vorbilder brauchen wir, wenn wir über eine zukunftsfähige Landwirtschaft auf Grünland in Europa sprechen“, sagt Dr. Arno Krause, Geschäftsführer des Grünlandzentrums Niedersachsen/Bremen (Ovelgönne). Seine Auszeichnung erhielt der Hof Butendiek im Rahmen des Projektes „Inno4Grass“, das darauf abzielt, durch besseren Austausch zwischen Praxis und Wissenschaft Innovationen auf Grünland zu verwirklichen. Dabei steht für Kruse fest, dass es nicht die eine Lösung geben kann. „Was im Ammerland funktioniert, muss nicht auf Ostfriesland übertragbar sein“, macht der Chef des Grünlandzentrums auf die regionalen Unterschiede aufmerksam, die individuelle Lösungen erforderten.

Die Fäden für das europaweite Projekt „Inno4Grass“ laufen beim Grünlandzentrum mit Sitz in Ovelgönne (Kreis Wesermarsch) zusammen. „Inno4Grass“ vermittelt zwischen Bauernorganisationen und Forschungseinrichtungen aus EU-Ländern, in denen Grasland einen beträchtlichen Anteil an der landwirtschaftlichen Fläche hat und wo die Produktion von Milch, Rindfleisch und Schafen von großer wirtschaftlicher Bedeutung ist – so wie in Niedersachsen.

„Wir haben eine Fläche von 847 000 Hektar Grünland in Niedersachsen und bundesweit die meisten Kühe mit Weidegang. Darauf sind wir stolz und zudem sind wir froh über unsere Landwirte, die in Niedersachsen insgesamt 2,6 Millionen Rinder und 250 000 Schafe und Ziegen betreuen“, sagte der ehemalige niedersächsische Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) zum Auftakt der Tagung internationaler Landwirtschaftsexperten in Hannover. Meyer spricht sich für eine EU-Prämie für die Weidehaltung von Rindern, Schafen und Ziegen aus und findet: „Bauern haben bessere Einkommen für ihre harte Arbeit verdient.“

Das Grünlandzentrum Niedersachsen/Bremen hatte große Aufmerksamkeit erlangt, als es 2017 das Label „Pro Weideland“ eingeführt hatte. Es garantiert, dass Kühe an mindestens 120 Tagen sechs Stunden lang auf der Wiese Gras fressen dürfen.


     www.gruenlandzentrum.org 
Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
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