Hannover - Schlechte Noten fürs Corona-Krisenmanagement der rot-schwarzen Landesregierung in Hannover: Mehr als die Hälfte der Niedersächsinnen und Niedersachsen, genau 57 Prozent, sind unzufrieden. Das geht aus einer aktuellen Umfrage von Infratest-dimap im Auftrag des NDR, dem sogenannten ’Niedersachsen-Trend“ hervor. Nur gut vier von zehn (42 Prozent) äußern sich wohlwollend.

Weitaus kritischer fällt allerdings das Urteil der Niedersachsen zur momentanen Krisenpolitik des Bundes aus. So stellen drei Viertel der Wahlberechtigten (75 Prozent) dem Krisenmanagement der Bundesregierung ein negatives Zeugnis aus. Lediglich 24 Prozent sind ist zufrieden.

Hintergrund sind Zweifel an den aktuell geltenden Corona-Regularien. Der Hälfte der Niedersachsen (47 Prozent) gehen sie nicht mehr weit genug. Vor allem Anhänger von Grünen, SPD und CDU sind für eine Verschärfung der Corona-Regeln. Demgegenüber stehen die AfD-Anhänger, von denen 53 Prozent die Maßnahmen als zu weitgehend empfindet.

Die flächendeckende Einführung von 2G-Regeln („geimpft, genesen“) für Gastronomie, Kultur-, Sport- und Freizeiteinrichtungen fänden 60 Prozent der Niedersachsen durchaus angemessen.

Angesichts von neuen Rekordständen bei den Corona-Infektionen stehen die Weihnachtsmärkten in Frage. In Niedersachsen empfinden 53 Prozent die Öffnung von Weihnachtsmärkten angesichts steigender Infektionszahlen als falsch, 41 Prozent dagegen als richtig. Vor allem die über 40-jährigen Menschen lehnen die Wiedereröffnung der Märkte ab.

Acht von zehn Niedersachsen (78 Prozent) eine Impfpflicht für einzelne Berufsgruppen, etwa im Gesundheits- und Pflegebereich, begrüßen. Auch eine allgemeine Impfpflicht für Personen ab 18 Jahren fände in mehrheitlich Unterstützung. 65 Prozent sprechen sich dafür aus.

Stefan Idel
Stefan Idel Landespolitischer Korrespondent