HANNOVER/AMMERLAND - Der Wahlkreis Ammerland wird bei der Landtagswahl 2013 möglicherweise einen anderen Zuschnitt bekommen. Wie der Landeswahlleiter Volker Homuth am Freitag der Presseagentur „dpa“ bestätigte, müssen Wahlkreise in Niedersachsen neu strukturiert werden.

Hintergrund ist, dass die Wahlkreise Ammerland und Lüneburg zu groß und der Wahlkreis Northeim zu klein für die gesetzlichen Vorgaben geworden sind. Die Anzahl der Wahlberechtigten in den einzelnen Wahlkreisen darf nur bis zu 25 Prozent vom Durchschnitt aller Kreise abweichen. Bis zum 24. Mai wolle der Landeswahlleiter nun dem Landtag einen entsprechenden Vorschlag machen. Den Fraktionen des Landtages wurden indes bereits erste Vorschläge für eine Reform unterbreitet.

Im Gespräch mit der NWZ zeigte sich die ammerländer SPD-Landtagsabgeordnete Sigrid Rakow von der Idee einer Reform nicht begeistert: „Dass der Wahlkreis derzeit mit dem Landkreis Ammerland deckungsgleich ist, ist wirklich die optimale Lösung“, so Rakow. Würde, wie vormals mit Rastede geschehen, wieder eine Gemeinde aus dem Wahlkreis ausgegliedert werden, würde dies die Arbeit zum Beispiel im Kreistag erheblich verkomplizieren.

Auch Landrat Jörg Bensberg lobte die derzeitige Regelung und zeigte sich besorgt, dass erneut eine Gemeinde ausgegliedert werden könnte. Der CDU-Landtagsabgeordnete Jens Nacke sagte der NWZ : „Etwas besseres als die Einheit von Wahl und Landkreis, könne dem Ammerland nicht passieren.“ Dass erneut Rastede herausgelöst werden könne, sahen sowohl Rakow als auch Nacke als unwahrscheinlich an. Allerdings sei, so Sigrid Rakow, die Ausgliederung der Gemeinde Apen aus dem Wahlkreis ein Gedanke in Hannover gewesen.