HANNOVER/BERLIN - Der Vorstoß von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) zur weiteren Erkundung des niedersächsischen Salzstocks Gorleben als Atomendlager hat einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Vor dem Erkundungsbergwerk im Wendland kam es am Montag zu Bürger-Protesten. In Berlin hielten SPD, Grüne und Umweltschützer dem Minister vor, er vertrete die Interessen der Atomlobby und missachte Bürgerrechte.
Nach Angaben von Röttgen soll Gorleben in einem „offenen“ Verfahren bei voller Bürgerbeteiligung vorrangig erkundet werden. Mit einer möglichen Inbetriebnahme rechnet er in 20 bis 25 Jahren, also spätestens 2035.
Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) begrüßte die Pläne von Röttgen. „Nach zehn Jahren Unterbrechung muss jetzt endlich geklärt werden, ob Gorleben geeignet ist oder nicht“, sagte Sander der NWZ .
Kommentar, S.4
HIntergrund, S.5
