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NWZonline.de Nachrichten Politik

Bremen bei Bildung Schlusslicht

16.08.2018

Hannover /Berlin Das Bundesland Bremen hält im Ländervergleich einer Studie zufolge im Bildungsbereich die rote Laterne. Das kleinste Bundesland landete im Bildungsmonitor 2018 der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) auf Platz 16. Bei der Überprüfung von Kompetenzen von Viertklässlern in Deutsch und Mathe aus dem Jahr 2016 schnitt Bremen danach schlechter als alle anderen Bundesländer ab. Das galt auch für die Lese-Kompetenz von Neuntklässlern im Jahr 2015. Bremens Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD) nannte die Ergebnisse nicht überraschend, da sie auf alten Zahlen beruhten.

Niedersachsen rangiert in der am Mittwoch in Berlin vorgestellten Studie auf Platz acht. Handlungsbedarf sehen die Autoren in Niedersachsen bei der Internationalisierung: So hätten 2016 nur 49,7 Prozent der Grundschüler Fremdsprachenunterricht gehabt (Bundesdurchschnitt: 67,0 Prozent). Gute Noten gibt es in der Kategorie „Ausgabenpriorisierung“: Niedersachsen weise der Bildung im öffentlichen Ausgabeverhalten die vierthöchste Priorität aller Bundesländer zu.

Die INSM wird von den Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektroindustrie finanziert und ist nach eigenen Angaben ein überparteiliches Bündnis aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Der Bildungsmonitor soll bewerten, wie erfolgreich jedes Bundesland sein Bildungssystem gestaltet, so dass daraus optimale Wachstums- und Beschäftigungsimpulse entstehen. Er wurde zum 15. Mal veröffentlicht.

Mit Blick auf Niedersachsen würdigten die Metall- und Elektroarbeitgeber die Anstrengungen. „Auffällig ist, dass in Niedersachsen überdurchschnittlich viel für Bildung ausgegeben wird: Davon profitiert besonders die Hochschullandschaft, aber auch Grund- und berufliche Vollzeitschulen werden gut finanziert“, betonte Peter Golinski, Geschäftsführer für Bildung bei den Arbeitgeberverbänden der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie Nordmetall und AGV NORD. Er lobte zudem den besonders geringen Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg, der sich besonders im Bereich Lesen positiv auswirke.

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