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NWZonline.de Nachrichten Politik

Gewalt gegen Polizeibeamte in Niedersachsen hält an

11.06.2019

Hannover /Bremen Die Gewalt gegen Polizeibeamte ist 2018 in Niedersachsen leicht zurückgegangen. Das Bundeskriminalamt registrierte 2980 Fälle, im Jahr zuvor waren es noch 3144 Attacken oder versuchte Angriffe.

Nach einer jetzt veröffentlichten Analyse der Sicherheitsbehörden ging auch die Zahl der Fälle in Bremen zurück und lag bei 445 (2017: 524 Fälle).

Für die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ist der Rückgang dennoch kein Grund zur Beruhigung. Gewalt und Respektlosigkeit seien zu ständigen Begleitern geworden, kritisierte der GdP-Landesvorsitzende Dietmar Schilff. Er forderte zum Schutz der Beamten eine personelle Aufstockung der Polizei und eine Verschärfung des Waffenrechts.

Die Gewerkschaft nennt Beispiele: So habe ein Zechpreller versucht, einem Polizisten einen Kopfstoß zu versetzen und sich der Festnahme widersetzt. Der Polizist sei an der Schulter verletzt worden. Ein mutmaßlicher Ladendieb habe mit der Faust auf einen Polizisten eingeschlagen und ihm in den Oberkörper gebissen.

Ein anderer Polizist habe eine Rippenverletzung bekommen, als er einen alkoholisierten und aggressiven Mann fixieren musste. Eine Polizistin erlitt nach weiteren GdP-Angaben eine Gehirnerschütterung, weil sich ein aggressiver Mann in ihren Haaren festkrallte.

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Öffentlich bekannt werden nach Darstellung der Gewerkschaft oft nur besondere Fälle, die kurios oder außergewöhnlich erscheinen. „2018 wurden täglich drei Kolleginnen oder Kollegen verletzt – jeder Fall ist einer zu viel“, beklagt Schilff. Die Attacken passierten immer öfter unvermittelt, etwa bei Unfallaufnahmen. Zudem störten Unbeteiligte oft eine Amtshandlung – wie etwa eine Identitätsfeststellung.

GdP-Landesvorsitzender Schilff hofft auf besseren Schutz unter anderem durch am Körper der Beamten getragene Kameras (Bodycams). Für Entlastung könne auch der neue Paragraph 114 StGB sorgen, der Angriffe auf Einsatzkräfte gesondert unter Strafe stellt. Auch die geplante Verschärfung des Waffenrechts sei richtig, um die zunehmenden Angriffe mit Messern zu ahnden.

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