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NWZonline.de Nachrichten Politik

Niedersachsens Gymnasiasten eher mäßig in Mathe

19.10.2019

Hannover /Bremen An niedersächsischen Gymnasien haben Schüler in einem Vergleichstest in Mathematik schlechter als der Bundesdurchschnitt abgeschnitten. Deshalb müsse der Fokus verstärkt auf das Vermitteln von Grundlagen gerichtet werden, teilte das Kultusministerium am Freitag in Hannover mit. Es gebe bereits zahlreiche Förderprogramme für Spitzenschülerinnen und -schüler, hohe Priorität habe jetzt die Förderung der Kernkompetenzen Lesen, Schreiben, Rechnen. Das Ministerium hofft darauf, mit speziell entwickelten Materialien für Fünft- bis Zehntklässler die Schülerleistungen mittelfristig zu verbessern.

In mehreren Bundesländern sind Neuntklässler zwischen 2012 und 2018 in Mathematik, Biologie, Chemie und Physik zurückgefallen. Insgesamt blieb das Niveau aber weitgehend stabil, wie die in Berlin präsentierte Studie IQB-Bildungstrend 2018 zeigt. Sie war von der Kultusministerkonferenz (KMK) in Auftrag gegeben worden.

An der Studie nahmen 44 941 Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe aus allen Bundesländern teil, jeweils fast zwei Drittel bearbeiteten Aufgaben in Mathematik und in den naturwissenschaftlichen Fächern. Für Niedersachsen nahmen rund 2300 Schülerinnen und Schüler von etwa 80 Schulen teil.

Auch die Leistungen der niedersächsischen Schüler blieben im Vergleich zur Untersuchung von 2012 insgesamt stabil. Dieses Ergebnis sei positiv zu bewerten, weil die Schülerschaft durch Zuwanderung und Inklusion heterogener geworden sei, sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne. Wichtig seien Lehrerfortbildungen. „Zudem gilt es, die Entwicklung der Jungen genau im Auge zu behalten“, sagte der SPD-Politiker. „Hier haben wir in Niedersachsen zwar noch kein Problem, aber in zahlreichen Ländern gibt es einen negativen Trend, was die Entwicklung des Leistungsniveaus bei Jungen angeht.“ Mädchen schnitten besser ab, trauten sich aber oft weniger zu. „Hier müssen wir die Mädchen stärker pushen“, betonte der Minister.

Das Nachbarland Bremen schnitt erneut besonders schlecht ab, vor allem in Mathematik. Schon bei der Vorgängerstudie von 2012 waren Bremen, Nordrhein-Westfalen und Hamburg die Schlusslichter. „Die mangelnde Qualität der schulischen Allgemeinbildung gefährdet die Fachkräftesicherung und ist eine schwerwiegende Hypothek für den Wirtschaftsstandort Bremen“, kritisierte Janina Marahrens-Hashagen, Präses der Handelskammer Bremen.

Bei Mathematik wurden auch Daten derjenigen Schülerinnen und Schüler ausgewertet, die nur den Hauptschulabschluss anstreben. Bei den naturwissenschaftlichen Fächern hingegen wurden lediglich die Daten der Schülerinnen und Schüler ausgewertet, die mindestens den Mittleren Schulabschluss anstreben. Deshalb können die Daten für Mathematik im Vergleich ungünstiger ausfallen.

Die Vorsitzende der Fraktion Die Linke in der Bürgerschaft, Sofia Leonidakis, sagte: „Mir bereitet große Sorge, dass es nach wie vor in Bremen wenig gelingt, Kindern aus armen Elternhäusern zum Schulerfolg zu verhelfen.“ Im Koalitionsvertrag sei vereinbart, Schulen in Stadtteilen mit großen sozialen Herausforderungen zu stärken. Die Bildungsgewerkschaft GEW in Bremen plädierte für deutliche Investitionen in bessere Lernbedingungen, statt über den Flughafen und das Museumsschiff „Seute Deern“ zu debattieren.

Bundesweit blieb 2018 fast jeder vierte getestete Schüler in Klasse neun unterhalb des für den mittleren Schulabschluss (MSA) nötigen Mindeststandards in Mathematik. In Biologie, Chemie und Physik lagen die Anteile der Schülerinnen und Schüler unterhalb des Mindeststandards bei 5 bis 17 Prozent. In einigen Ländern wie Berlin, Bremen und Hamburg schneiden mehr Schülerinnen und Schüler schlechter ab. In Bayern und Sachsen erreichen dagegen überdurchschnittlich viele Schüler gute Leistungen.

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