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NWZonline.de Nachrichten Politik

Glückwünsche aus der Heimat

18.07.2019

Hannover /Brüssel Mit Ursula von der Leyen ist eine Niedersächsin in das höchste politische Amt der EU gewählt worden. Entsprechend bekommt die CDU-Politikerin auch Glückwünsche aus der Heimat. So begrüßte Ministerpräsident Stephan Weil, dessen Partei – die SPD – im Europaparlament von der Leyen nicht gewählt hatte, das Ergebnis: „Erstmals in ihrer Geschichte wird die EU-Kommission künftig von einer Frau und zudem von einer Niedersächsin geführt“, sagte er. Zugleich betonte Weil, dass auf von der Leyen schwierige Aufgaben wie Digitalisierung, Klimaschutz und die Strukturförderung warteten. „Bei der Bewältigung der großen Aufgaben wünsche ich Ursula von der Leyen viel Erfolg“, sagte er.

Auch Weils Koalitionspartner, Niedersachsens CDU-Landeschef Bernd Althusmann, gratulierte. „Das ist eine Mehrheit, die ein Auftrag ist, auch wenn es knapp war“, sagte er. Von der Leyen sei, was Erfahrung und Durchsetzungskraft betreffe, unzweifelhaft eine herausragende Persönlichkeit. Sie werde das Amt der EU-Kommissionspräsidentin ausfüllen und Europa in schwierigen Zeiten in die richtige Richtung lenken. Es gebe in Europa große Herausforderungen wie die Migrationspolitik und die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik, betonte Althusmann. „Ich denke, Europa wird unter Führung von Ursula von der Leyen ein verlässlicher Partner der Welt sein.“

Auch Niedersachsens Europaministerin Birgit Honé (SPD) lobte von der Leyen als „Expertin für Niedersachsen“. „Sie kennt die ländlichen Räume, sie weiß um die Herausforderungen“, sagte Honé. Die einstige Sozialministerin des Landes wisse auch, wie das föderale System in Deutschland funktioniert. „Das ist noch mal ein Pfund in Brüssel.“ Die nächsten relevanten Themen für Niedersachsen auf EU-Ebene seien der bevorstehende Brexit, Klimafragen und die Sozialpolitik.

Der Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands Niedersachsenmetall, Volker Schmidt, sagte: „Wir haben allen Anlass stolz zu sein, dass eine Niedersächsin aus unserer Mitte neue Kommissionspräsidentin der EU geworden ist.“ Von der Leyen kenne die Belange der Wirtschaft im Nordwesten aus erster Hand. „Sie ist ein Glücksfall für Europa und für Niedersachsen“, sagte Schmidt weiter.

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