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NWZonline.de Nachrichten Politik

Wo Magdeburg gegen München punktet

18.10.2019

Hannover Mit einem eindringlichen Appell hat Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann die Menschen in Ost und West dazu aufgerufen, auch 30 Jahre nach dem Fall der innerdeutschen Mauer voneinander zu lernen. „Es gibt noch eine Menge zu tun, um die Einheit in den Köpfen zu vollenden. Dazu müssen wir alle unseren Beitrag leisten und uns anstrengen“, sagte der CDU-Politiker und forderte die Bürger dazu auf, sich „raus aus den Schaukelstühlen und rein in die Aktivität“ zu bewegen. „Dieses Land lebt von Menschen, die die Ärmel aufkrempeln und etwas für die gemeinsame Zukunft unseres Vaterlandes Deutschland machen wollen“, sagte Althusmann am Donnerstag in Hannover anlässlich einer vom Wirtschaftsministerium organisierten Diskussionsveranstaltung mit dem Titel „30 Jahre Mauerfall: Wie viel Staat, wie viel freies Unternehmertum sichern Wachstum und Wohlstand?“.

Während Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) nach dem antisemitischen Anschlag in Halle wegen länger andauernder Gespräche mit jüdischen Gemeinden kurzfristig absagen musste, warnte Thüringens Ex-Wissenschaftsministerin Dagmar Schipanski (CDU) – sie hatte vor 20 Jahren für das Amt der Bundespräsidentin kandidiert – davor, „linken Strömungen“ zu folgen. Sie führten zu Stagnation und verhinderten eine freie Entfaltung der Wirtschaft. Viel wichtiger sei es, Unternehmensgründungen zu fördern und bürokratische Hürden abzubauen. „Start-ups sind die Zukunft unseres Landes“, sagte Schipanski und ermunterte Minister Althusmann, den Bürokratieabbau weiter voranzutreiben.

Althusmann nahm den Ball gern auf und bekräftigte die Notwendigkeit, Planungs- und Genehmigungsverfahren auf ein Mindestmaß zu verkürzen, „ansonsten werden wir im europäischen Wettbewerb abgehängt“. Er selbst habe manchmal das Gefühl, „dass wir hier in Deutschland nicht ins Gelingen, sondern eher ins Verhindern verliebt sind“.

Ein weiteres Diskussionsthema auf dem Podium war das Lohngefälle zwischen Ost und West, von dem der Unternehmer Karl Gerhold mit Energiefirmen in Hannover und Magdeburg nach eigenen Worten nichts mehr hören mag. Wer etwa in Magdeburg wohne, zahle schließlich auch nur ein Drittel des Mietpreises, der für eine vergleichbare Wohnung in München fällig werden würde. „Der Euro ist in München viel weniger wert als in Magdeburg“, betonte Gerhold und hob neben den geringeren Lebenshaltungskosten die hohe Lebensqualität sowie die gute Kinderbetreuung als weitere Vorteile Ostdeutschlands hervor. „Wir haben insgesamt eine tolle Entwicklung genommen“, blickte er zufrieden zurück.

Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
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