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Ermittlungsgruppe „Gantero“ findet verdächtigen Gegenstand

NWZonline.de Nachrichten Politik

Erziehung: 70 000 Schulanfänger müssen Corona-Regeln lernen

28.08.2020

Hannover Für mehr als 70 000 Jungen und Mädchen in Niedersachsen beginnt am kommenden Samstag ein neuer Lebensabschnitt – sie kommen in die Schule. Anders als in den Vorjahren werden die Erstklässlerinnen und Erstklässler allerdings nicht mit einem geselligen Fest begrüßt. Die Corona-Pandemie hat alles durcheinandergewirbelt.

Haben es die Schulanfänger dieses Jahr schwerer?

„Es ist nicht zu vergleichen mit den Vorjahren – der Schulstart ist verändert“, sagt An­dreas Herbig von der Niedersächsischen Landesschulbehörde. Ein Beispiel: Da wegen der Corona-Pandemie die sonst üblichen Schnuppertage vielerorts ausgefallen sind, betreten viele Kinder ihre Schule zum ersten Mal. „Möglicherweise zeigen sie etwas mehr Unsicherheit“, sagt Herbig. Dass Kindergärten in den vergangenen Monaten zeitweise nur sehr eingeschränkt geöffnet waren, kann aus Sicht des Grundschulverbandes ebenfalls Folgen haben. „Gerade für Kinder, die aus bildungsferneren Schichten kommen, sind die Anregungen im letzten Kita-Jahr wichtig“, sagt die Vorsitzende des Verbandes in Niedersachsen, Eva-Maria Osterhues-Bruns.

Wie wird sich das Fehlen der Schuleingangsuntersuchung auswirken?

Das erschwere in manchen Fällen die Entscheidung, ob ein Kind schulfähig sei. Der niedersächsische Grundschulverband verweist darauf, dass es Eltern gebe, die mit ihren Kindern nicht zu den Vorsorgeuntersuchungen gingen. „In solchen Fällen kann eine medizinische Eingangsuntersuchung wichtig sein.“ Gerade in der Anfangszeit müssten die Lehrkräfte auf sehr viel achten. Da sei es schwierig, direkt zu erkennen, ob ein Kind zum Beispiel nicht gut höre oder sehe, sagt Osterhues-Bruns.

Sind Rituale wie ein Morgenkreis möglich?

Ja, allerdings nur mit Einschränkungen, wie der Grundschulverband erklärt. Gemeinsames Singen zum Beispiel sei wegen der erhöhten Ansteckungsgefahr nicht erlaubt. Auch wenn innerhalb einer Klasse kein Mindestabstand vorgeschrieben ist, werden die Lehrkräfte darauf achten, das Ansteckungsrisiko zu minimieren. Wahrscheinlich werde es weniger Gruppenarbeit geben, sagt Osterhues-Bruns. „Wir wissen noch gar nicht, wie sich das alles auswirkt. Grundsätzlich wollen wir optimistisch bleiben.“

Können die Kinder die Corona-Regeln einhalten?

„Das Einhalten von Regeln muss eingeübt werden“, sagt Herbig von der Landesschulbehörde. Gerade zu Beginn des Schuljahres werde es für die Erstklässlerinnen und Erstklässler schwierig sein, alle Abstands-, Hygiene-, Schul- und Klassenregeln ausnahmslos einzuhalten.

Vor welchen Herausforderungen stehen die Lehrer??

Sie müssen den Kindern die Situation nachvollziehbar erklären und auf die Einhaltung der Regeln achten, wie Herbig sagt. „Die Unterrichtsmethodik muss teilweise verändert werden, Aufgabenverteilung im Kollegium wird durch die Lehrkräfte im Homeoffice schwieriger, insgesamt ist der Organisationsaufwand des Unterrichts höher.“

Aus Sicht des Grundschulverbandes ist es möglich, dass die Corona-Zeit die Leistungsunterschiede zwischen den Kindern verstärkt hat. Auch das stelle Lehrkräfte vor Herausforderungen. Den eingeschränkten Regelbetrieb hält Osterhues-Bruns trotz all der Unwägbarkeiten für richtig. „Für Kinder, die zu Hause kein unterstützendes Umfeld haben, ist es wichtig, dass sie ihr Recht auf Bildung wahrnehmen können. Es ist wichtig, dass Kinder miteinander und voneinander lernen können.“

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