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NWZonline.de Nachrichten Politik

Freizeit: „Lost Places“ ziehen magisch an

04.08.2020

Hannover Etwas entdecken, das andere möglicherweise nicht kennen, dazu Stille und Einsamkeit. Vergessene Orte, sogenannte „Lost Places“, locken solche Menschen an. Dazu müssen diese nicht einmal weit reisen. Denn auch in Niedersachsen gibt es „Lost Places“. Aber Vorsicht: Nicht immer ist das Betreten erlaubt, manchmal ist es sogar gefährlich. Eine Auswahl:

Ein fast verwunschen wirkendes Gelände mit überwucherten und verrottenden Attraktionen gibt es in Kirchhorst bei Hannover an der alten Bundesstraße 3 nach Celle: das frühere „Wunderland“, einst 100 000 Quadratmeter groß. 1971 wurde der Park eröffnet und schon nach 14 Jahren wieder geschlossen. Attraktionen und Fahrgeschäfte wurden nach und nach verkauft, anderes blieb zurück und verwittert, verfällt und überwuchert seitdem.

Reste der Expo 2000

Immerhin steht er noch: der ehemalige Holländische Pavillon von der Expo 2000 in Hannover. Doch der Zaun zum Grundstück ist mit Stacheldraht gesichert, auf einem Schild steht: „Betreten verboten! Lebensgefahr!“ Das 40 Meter hohe geheime Wahrzeichen von Deutschlands erster und einziger Weltausstellung verrottete nach der Expo. Hier trafen sich Graffiti-Sprayer – oder Fotografen. Doch für den Pavillon soll es weitergehen: Mini-Appartements für Studenten sollen entstehen.

Bunkerwanderung

Rund um das ehemalige Marinewaffen-Arsenal in Hipstedt im Kreis Rotenburg/Wümme pulsierte einst das Leben. Die Bunker des Ex-Arsenals, gelegen in den zum Forstamt Harsefeld zählenden Wäldern, wurden nach dem Krieg gesprengt, die übrigen Gebäude anders genutzt. So gab es von 1947 bis 1969 ein Krankenhaus, eine Waldschule, Wohnungen für Flüchtlinge und mehrere Firmen. Etwa 350 Menschen lebten dort. Das ist vorbei. Heute ist davon kaum etwas geblieben, die Natur holt sich das Gelände zurück. Es gibt aber gesprengte Bunkerreste – und eine alte Straßenbahn. Aktuell werden dort Bunkerwanderungen angeboten.

Conti-Werk

Noch gibt es Überreste des alten Continental-Werks in der Wasserstadt im Stadtteil Limmer in Hannover, wo ein neues Wohngebiet am Kanal entsteht. 1899 begann dort die Produktion, sie lief 100 Jahre lang. Nach und nach wurden die meisten Backsteingebäude abgerissen, nur Reste sind noch da – darunter der markante Wasserturm. Verstaubt, verfallen und bunt besprüht – die Gebäude galten als Abenteuerspielplatz für Kinder und Jugendliche – und für Fotografen. Allerdings gab es eine Reihe von Unfällen, heute sind die Gebäude verrammelt, Kameras überwachen das Areal.

Geisterdorf

Das winzige Dorf Lopau in der Lüneburger Heide ist für Besucher weitgehend gesperrt, seit Jahrzehnten. Denn es liegt auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes Munster-Nord. Wanderer können das rätselhafte Dorf trotzdem finden, sollten aber genau auf Sperrzeiten und Schranken achten. Heute lebt niemand mehr in Lopau, dabei waren es um 1900 noch deutlich über 100 Menschen. Trotz der Übungen und einer neuen Schießbahn der Bundeswehr wurden nicht alle Häuser abgerissen.

Stüveschacht

Das letzte existierende Gebäude am Stüveschacht in Osnabrück, in dem Steinkohle gefördert wurde, ist gar nicht so wirklich „lost“: Es wird offiziell zur begehbaren Ruine. Im teils erhaltenen Gebäude gab es eine Wasserhaltungsmaschine, um das Grubenwasser zu heben. Nach der Zechenschließung 1898 verfiel die Anlage, viel wurde abgerissen. Ein Trost für die Freunde verlassener Orte: Der Ruinen-Charakter soll bleiben.

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