Hannover - Geschirr aus Bambus ist oft keineswegs so umweltfreundlich, wie von Herstellern angepriesen wird. Die bunten Teller, Becher und Schüsseln enthielten neben Bambus oft Kunststoffe, die zu gesundheitlichen Schäden führten, sagte Janina Willers, Ernährungsexpertin der niedersächsischen Verbraucherzentrale, am Dienstag in Hannover. Zerkleinerte Bambus-Stärke, Mais- oder Speise-Stärke würden nur als Füllstoff verwendet, während Melamin- oder Harnstoff-Formaldehyd-Harze die formgebenden Bestandteile seien. Hersteller müssten dies nicht kennzeichnen. Melaminharz gebe bei Hitze Formaldehyd und Melamin an Lebensmittel ab. Melamin könne Nierenschädigungen verursachen, eingeatmetes Formaldehyd gelte als krebserregend. Experten befürworten Alternativen aus Edelstahl, Glas, Polypropylen (PP) oder Porzellan.
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